Wolf M135 wanderte vom Aargau ins Appenzellische

Mehrere Nutztierrisse im Appenzellerland konnten dem Wolf «M135» zugeordnet werden. Dieser hat einen weiten Weg hinter sich.

Im vergangenen Herbst hat ein Wolf im Appenzellerland hintereinander mehrere Nutztiere gerissen. Die Serie der Risse begann am 14. Juli mit dem Riss einer Ziege auf der Potersalp. Ende Oktober wurden erst drei Schafe in Altstätten gerissen, darauf ein Schaf in Trogenhausen und am 15. November eine Ziege in Walzenhausen. Der letzte Riss geschah am 21. November in Urnäsch.

Den Kadavarn wurden DNA-Proben entnommen. Diese konnten nun dem dem männlichen Wolf M135 zugeordnet werden, wie die «Aargauer Zeitung» berichtet.

«Eindrücklich»

Der Wolf hat eine Vorgeschichte im Aargau. Dort wurde «M135» erstmals am 14. Mai 2020 in Oberhof nachgewiesen, wo er im Mai drei Lämmer gerissen hatte. Er konnte bis jetzt fünf Mal genetisch bestätigt werden. «Es ist eindrücklich, dass es ein Wolf vom Aargau bis ins Appenzellerland schafft», sagt Erwin Osterwalder, Fachbereichsleiter Jagd beim Kanton Aargau, gegenüber der Zeitung.

März 2021: Ziege in Appenzell gerissen

Auf einer Weide in Steinegg im Gebiet Befig in Appenzell Innerrhoden wurde Anfang März eine gerissene Zwergziege gefunden.

Wie die Innerrhoder Jagdverwaltung in einer Mitteilung schreibt, passierte der Vorfall in der Nacht auf Freitag, 5. März 2021. Das Rissbild an der toten Zwergziege deute auf einen Wolf hin. Am Kadaver wurden DNS-Proben entnommen und zur Artbestimmung eingeschickt.

Da davon auszugehen war, dass sich der Wolf immer noch im Gebiet aufhält, wurden die Tierhalterinnen und Tierhalter per SMS über den Vorfall informiert.

sgi

Weiterlesen

  • Wölfe, die im Siedlungsgebiet auftauchen, befeuern die Debatte um die Regulierung der Schweizer Wolfsbestände. (Bild Wilda3 / Pixabay)

    Kein neues Jagdgesetz – Parlament will Schutz vor Wölfen auf Verordnungsebene verbessern

    Das Parlament will nach dem Nein des Stimmvolks zum revidierten Jagdgesetz keine neue Vorlage lancieren. Es fordert jedoch Massnahmen per Verordnung, damit Wölfe in Schranken gehalten und Herden geschützt werden können. Bis im Sommer soll eine Lösung gefunden werden.
    Show more
  • Weil Landwirtschaft eigene Lösungen braucht

  • Tote Zwergziege in Appenzell Innerrhoden: Spuren deuten auf Wolfriss hin