AboIrgendwann soll Djamila werden, wie ihr Name es verheisst: die Schöne. Jetzt ist sie aber vor allem eines: klein. Kalb der WocheDjamila war keine schwere Last für den Storch und darf sogar aufs BettDonnerstag, 1. Juni 2023Ende Mai haben wir an dieser Stelle über Djamila geschrieben, ein Hinterwälderkalb, das viel zu klein geboren wurde. Sein Züchter, der Demeter-Landwirt Andreas Schneider aus Walkringen BE war beim Weidegang beinahe über das kleine Tier gestolpert. Keine Frühgeburt, aber in der Entwicklung etwas zurückgeblieben, diagnostizierte die Tierärztin. Zu klein zum Leben und zu gesund zum Sterben – war damals die These. Wir haben bei Familie Schneider nachgefragt, wie es Djamila geht.

Heute 22 kg schwer

Mittlerweile hat das Kalb, das nun acht Wochen alt ist, ungefähr das sonst für die Rasse übliche Geburtsgewicht erreicht. Denn mit 22 kg könnte ein Hinterwälder normal geboren werden. Das Hofkalb, wie die Familie das kleine Tier nennt, wird regelmässig gewogen, damit die Milchmenge angepasst werden kann. Viermal 8 dl Milch trinkt die Kleine am Tag aus dem Schoppen, den ihr die Bäuerin Kathrin Schneider verabreicht.

«Eine schöne Idee»

Einmal aus dem Iglu entlassen, rennt die Kleine ihrem Bauern nach wie ein Hund. Gefragt danach, ob denn das besondere Kalb schon eine Gotte oder einen Götti habe, sagt Andreas Schneider: «Das wäre eigentlich noch eine schöne Idee.»