Neben den Schwingern, Steinstössern und Hornussern ist er der Star des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests (ESAF) vom 26. bis 28. August 2022 in Pratteln: der Stier Magnus. Der Hauptpreis wurde gezüchtet von Jürg Degen aus Pratteln, gespendet wird der Stier von der Baufirma Marti AG. Kürzlich konnte man Magnus bei seinem Züchter noch einmal sehen. «Er hat immer noch einen fantastischen Charakter», freut sich Degen über seinen Schützling. Der bald vierjährige Magnus (geboren am 18. 12. 2018) hat in der Zwischenzeit ein Stockmass von 180 cm erreicht und wiegt eine Tonne.

Hätte ein Kuhkalb sein sollen

Bei seiner Geburt hätte Magnus eigentlich ein Kuhkalb sein sollen. «Wir besamen alle unsere Kühe mit gesexten Samendosen, so auch Magnus’ Mutter Acme Noblesse. Sie war damals gesext vom RH-Stier Amnesty trächtig», schmunzelt Jürg Degen. Anstatt eines Kuhkalbs kam aber ein rotes Stierkalb auf die Welt. Und rot war auch nicht selbstverständlich, da Magnus’ Mutter eine schwarze Holsteinkuh mit Rotfaktor war. Dies alles war schlussendlich aber ein Glücksfall. «Das ESAF-OK suchte unbedingt für den Hauptpreis einen roten Stier, und so gelangte ihre Anfrage an mich», erinnert sich Degen.

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Ein starkes Exterieur

Mit seinem Stier braucht sich Jürg Degen überhaupt nicht zu schämen, im Gegenteil: Obwohl Magnus sehr gross ist, überzeugt er mit einer tadellosen oberen Linie, einem sehr gut gestellten Fundament und er verfügt auch über viel Brustbreite und Brusttiefe. «Wir werden Magnus jetzt noch einmal linear beschreiben lassen», sagt der Züchter. Degen hofft natürlich, dass sein Schützling mit der Note EX beurteilt wird. Aber nicht nur das: Magnus vererbt auch die vorteilhafte Kappa-Kasein-Variante BB und den Genotyp A2A2. Seine Mutter wurde in der ersten Laktation in allen Positionen mit VG 84 beschrieben.

Die Vorbereitungen laufen

Die Vorbereitungen für das ESAF laufen schon lange auf Hochtouren. Letzte Woche konnte man einen Augenschein auf dem Festgelände nehmen. Zurzeit ist man daran, die Tribünenelemente der Arena, die über 50 000 Besucherinnen und Besucher fassen wird, aufzustellen. Die Lebendpreise werden dann ab dem 12. August auf dem Gelände aufgestallt. Von da an muss Jürg Degen seinen Siegermuni dort jeden Tag waschen und mit ihm das Laufen üben. Vor allem das Militär ist am ESAF stark eingespannt. Eingesetzt wird es beim Aufbau, beim Abbau und bei der Verkehrsführung. Insgesamt 4000 Armee-Arbeitstage leiste das Militär beim ESAF.

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280 aktive Schwinger

Zum Auftakt des Festwochenendes findet am Donnerstag, 25. August das ESAF-Open-Air statt. Nach dem Fahnenempfang am Freitag, 26. August, um 13 Uhr beim Schloss Pratteln startet um 14 Uhr der Festumzug bei der Bahnhofstrasse. Er führt via Schloss in den alten Dorfkern sowie zur Haupt- und Oberemattstrasse und biegt dann in die Krummeneichstrasse in Richtung Festgelände ab. Über 4000 Teilnehmende nehmen die Strecke in Angriff und bereiten den Zuschauerinnen und Zuschauern am Strassenrand ein wunderbares, einmaliges Potpourri aus regionaler Kultur und Vielfalt.

Die fünf Teilverbände des Eidgenössischen Schwingerverbandes definieren eigenständig, welche 280 Aktivschwinger an einem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest teilnehmen dürfen. Die aktuelle Planung sieht vor, dass vom Südwestschweizer Schwingverband 30 Aktivschwinger teilnehmen werden, vom Innerschweizer Schwingverband 85, vom Bernisch-Kantonalen Schwingerverband 58, vom Nordostschweizer Schwingerverband werden 65 und vom austragenden Verband, dem Nordwestschweizer Schwingerverband, werden 30 Schwinger teilnehmen können. Zusätzlich stehen noch zehn Startplätze für Auslandschwinger zur Verfügung.

Steinstösser und Hornusser

Bei den Steinstössern qualifizieren sich die besten 24 Athleten pro Steingewicht für den Steinstoss-Wettkampf vom Samstag, 27. August. Auch 20 Hornusser-Teams wurden eingeladen. Dieser Wettkampf startet am Freitag, 26. August. Der zweite Teil des Gesamtwettkampfs findet am Samstag, 27. August statt.