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Sinkende Holzernte und weniger Unfälle - Zahlen und Fakten aus dem Jahrbuch Wald und Holz

Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) hat das Jahrbuch Wald und Holz 2020 veröffentlicht. Wir haben die wichtigsten Zahlen und Fakten für Sie zusammengefasst.


Das Jahrbuch Wald und Holz informiert über die Waldressourcen, die Holznutzung, die Leistungen und Produkte des Waldes, die Holzverarbeitung und den Handel mit Holz und Holzprodukten der Schweiz, heisst es auf der Website des Bafu. Die meisten Daten stammen aus Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) und des Bafu. Im aktuellen Jahrbuch werden hauptsächlich die Zahlen des Jahres 2019 abgebildet.

Wir haben die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

  1. Mit 4,6 Millionen Kubikmetern wurden 2019 insgesamt 11 % weniger Holz geerntet als im Jahr zuvor. Fünf Kantone lieferten dabei die halbe Holzernte der Schweiz.

  2. In der Schweiz sind 31 % der Fläche bewaldet. Gemäss der Schweizerischen Forststatistik betrug 2019 die Bewaldung im Jura 48 %, im Mittelland 23 %, in den Voralpen 37 %, in den Alpen 24 % und auf der Alpensüdseite 50 %.

  3. 2019 umfasste die gesamte Waldfläche der Schweiz gemäss Forststatistik 1 271 125 ha. Das entspricht einer Flächenabnahme von insgesamt 913 ha.

  4. Bund und Kantone bewilligten im Jahre 2019 total 364 Rodungen. Mit einer Fläche von 176ha Wald lag die Rodungsfläche um 15 ha über derjenigen vom Vorjahr.

  5. Die durch den Buchdrucker befallene Menge Fichtenholz hat seit 2018 stark zugenommen und betrug 2019 rund 1 400 000 m3. Auch andere einheimische Insekten haben sich 2019 stärker vermehrt.

  6. Die Kronenverlichtung nahm im Vergleich zum Vorjahr bei Laubbäumen moderat zu (+4 %) und bei Nadelbäumen deutlich ab (-8 %).

  7. Es gab 79 Brände auf insgesamt 30,9 ha. Es handelte sich um Feuer von durchschnittlich 0,39 ha. Alle Werte sind dabei im Vergleich zu den Vorjahren unterdurchschnittlich.

  8. Ende 2019 betrug die Schutzwaldfläche 597 708 ha.

  9. Es bestehen weiterhin verschiedene ökologische Defizite: Qualität der Waldränder, seltene Waldlebensräume, niedriger Anteil an Totholzmengen im Mittelland und Jura. Anlass zur Sorge gibt zudem die starke Zunahme von invasiven gebietsfremden Strauchpflanzen.

  10. 2019 konnten 15 000 ha Waldreservate und 1450 ha Altholzinseln eingerichtet, 10 000 Biotopbäume geschützt, 2400 ha Waldränder gepflegt und 6400 ha Waldlebensräume aufgewertet werden.

  11. Im Jahr 2019 erlegten gegen 28500 aktive Jägerinnen und Jäger rund 13000 Rothirsche, 42 400 Rehe, 10 500 Gämsen und 12 100 Wildschweine.

  12. Im Jahr 2019 hat das BAFU 161,5 Mio. CHF unter anderem für die Programme Schutzbauten und Gefahrengrundlagen, Schutzwald, Waldbiodiversität und Waldbewirtschaftung ausgegeben.

  13. Die durchschnittliche produktive Waldfläche der Forstbetriebe war leicht grösser als 2018 und beträgt im Jura 775 ha (–5 ha), im Mittelland 486 ha (+2 ha), in den Voralpen 888 ha (+2 ha), in Alpen 1992 ha (+71 ha) und auf der Alpensüdseite 1441 ha (+1 ha).

  14. 2019 sanken die Betriebserträge (inkl. Beiträge) der Forstbetriebe um CHF 6 Mio. auf CHF 534 Mio. Die wichtigste Einnahmequelle der Forstbetriebe, die Erträge aus dem Verkauf von Roh- und Energieholz, sank 2019 um 15 Mio. CHF auf 197 Mio. CHF.

  15. Im Schweizer Aussenhandel wurden 2019 Holz und Produkte aus Holz im Wert von 5,88 Mrd. CHF eingeführt und im Wert von 1,79 Mrd. CHF ausgeführt. Die Rohholzeinfuhr sank um 13,4 %, die Rohholzausfuhr sank ebenfalls um 14,7 %.

  16. Der gesamte Holzverbrauch ist um 7,9 % auf 10,3 Mio. m3 gesunken.

  17. Im Jahr 2019 haben 270 junge Personen eine Forstwartlehre abgeschlossen.

  18. Mit 290 registrierten Berufsunfällen pro 1000 Vollzeitbeschäftigte in Forstbetrieben und -unternehmen wurde der tiefste Wert der letzten zehn Jahre gemessen. Weiter waren vier Todesfälle zu verzeichnen.
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