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SBLV: Bäuerinnen als wichtiger Faktor für die Kälbergesundheit

Gemäss dem SBLV und dem KGD haben Bäuerinnen einige Eigenschaften, die sie für die Pflege von Kälbern besonders geeignet machen.


Publiziert: 18.11.2019 / 14:55

Im Rahmen der "Antibiotika Awareness"-Woche, die heute am 18. November startet, hat der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV) gemeinsam mit dem Kälbergesundheitsdienst (KGD) einen Artikel dazu verfasst, was Kälber gesund hält. Denn eine sorgfältige Pflege kann den Antibiotika-Einsatz reduzieren. 

Bäuerinnen halten Kälber gesund

Wie der SBLV und KGD schreiben, kam eine Dissertation (Fink 1980) zum Schluss, dass sowohl Erkrankungs- als auch Verlustrate bei Kälbern wesentlich tiefer waren, wenn die Partnerin des Betriebsleiter an seiner Statt für die Betreuung der Tiere zuständig waren. Das könnte gemäss den Autoren folgende Gründe haben:

  • Grössere Geduld der Bäuerin 
  • Ruhe, Regelmässigkeit und Reinlichkeit beim Kälbertränken

Es sei wichtig, dass Kälber genügend und in regelmässigem Abstand trinken können. Ein gelassener und ruhiger Umgang beruhige auch die Tiere, die dadurch langsamer und mehr Milch zu sich nehmen könnten. Zudem brauchten neugeborene Kälber eine zuverlässige und aufmerksame Betreuung.

Stallklima und Tannenäste helfen

Birgit Suter, Bäuerin aus Gränichen AG erklärt im Artikel verschiedene Massnahmen für eine bessere Tiergesundheit, die auf ihrem Betrieb zum Einsatz kämen:

  • Frühzeitige und ausreichende Kolostrumversorgung
  • Intensive Tierbeobachtung, um Krankheiten frühzeitig zu erkennen
  • Sich Zeit nehmen für die Tiere, z. B. auch für Streicheleinheiten
  • Offenes und hohes Stallbausystem für ein gutes Klima
  • Tannenäste im Stroh (v. a. im Winter, als Prophylaxe dank der enthaltenen ätherischen Öle)
  • Komplementärmedizin

Was macht den Unterschied?

Frauen gelten gemeinhin als feinfühliger und fürsorglicher als Männer. Allerdings spricht nichts dagegen, dass auch Betriebsleiter einen geduldigen und aufmerksamen Umgang mit ihren Tieren pflegen. Schliesslich zeigt unser Verhalten häufig eher das, was von der Gesellschaft erwartet wird, als was tatsächlich da ist. Soll heissen: Männer gelten als hart, also geben sie sich auch so.

Weniger Stress macht auch fürsorglicher

Man könnte auch spekulieren, dass die Partnerinnen in der genannten Studie sich mit mehr Geduld und Zuneigung um die Kälber kümmerten, weil sie eher Zeit dazu hatten. Geteilte Aufgaben reduzieren den Stress und lassen mehr Raum, um Arbeiten ruhig angehen zu lassen und auf einzelne Tiere einzugehen. So könnten die Kälber davon profitiert haben, dass nicht eine Person alleine für alle Arbeiten auf dem Betrieb zuständig war. 

Unterlassung ist ein Tierschutzproblem

Obwohl es wichtig ist, den Antibiotika-Einsatz zu reduzieren, betonen KGD und SBLV auch einen weiteren Punkt: Ist ein Kalb krank, ist die Unterlassung einer Antibiotika-Therapie möglicherweise ein Tierschutzproblem. Bei einer Krankheit (etwa dem Verdacht auf eine Lungenentzündung) rät Tierärztin Rhea Baggenstos in jedem Fall einen Tierarzt beizuziehen. So könne eine Diagnose gestellt und Massnahmen zur Behandlung und evtl. auch Absonderung eingeleitet werden. 

Kleinkinder mit Fell

Baggenstos illustriert im Artikel die Anfälligkeit und Schwäche von Kälber mit jener menschlicher Kinder: "Wir dürfen nie vergessen, Kälber sind zu Beginn neugeborene Babys und nachher Kleinkinder - sie brauchen besonderen Schutz, Pflege und Beobachtung."

 

 

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