Einst spielte der Tabakanbau im Zürcher Weinland eine zentrale Rolle. Man zählte über 100 grössere und kleinere Produzenten, wobei die meisten nur wenige Aren anbauten und die Blätter vielfach im Estrich zum Trocknen aufhängten. Heute sind die typischen, hohen und eher schlank erbauten Tabakscheunen Zeugen dieses Kulturpflanzenanbaues. In der Zwischenzeit sind es noch ein halbes Dutzend Produzenten, welche im Weinland und benachbarten Regionen den Tabakanbau pflegen.
Vieles ist Handarbeit
Hinter dem Tabakanbau steckt viel Arbeit. Bereits das Pflücken in bis zu acht Durchgängen der «reifen» Blätter ist reine Handarbeit, wobei man hier auf einige technische Hilfsmittel setzen kann. Viele Betriebe haben spezielle Erntemaschinen, welche das Pflücken und das anschliessende Laden und Transportieren der Blätter erleichtern.
Danach müssen die Blätter für das Trocknen in der Scheune sorgfältig an Schnüre gefädelt werden. Ist die Trocknungsphase abgeschlossen, müssen die Blätter sorgfältig entsprechend der Qualität sortiert und zu Ballen gepackt werden. In dieser Form werden sie von den Verarbeitern übernommen, wobei nochmals eine strenge Qualitätskontrolle vorgenommen wird.

