«Die Verarbeitung der Zuckerrüben am Standort Aarberg läuft weiterhin auf Hochtouren». Das vermeldet die Schweizer Zucker AG (SZU) kurz vor Weihnachten. Die aufgetretenen Herausforderungen konnten dank des Engagements der Mitarbeitenden in Aarberg erfolgreich bewältigt werden, heisst es weiter. Dabei gemeint ist der Ausfall des Kalkofens am Standort Frauenfeld. In der Folge mussten die Verantwortlichen die Leistung der Fabrik massiv reduzieren sowie rund 230 000 Tonnen aus der Ostschweiz nach Aarberg BE verschieben. Damit wird sich die gesamte Kampagne der Schweizer Zucker AG zufolge vermutlich bis über den Januar hinaus verlängern.

Tiefe Zuckerwerte kommen aus der Westschweiz

Abo Rückblick auf das Zuckerrübenjahr Hohe Erträge und eine geschlossene Zuckerfabrik prägen die Zuckerrübenkampagne 2025 Donnerstag, 11. Dezember 2025 Analysen der Fabrik in Aarberg zeigen, dass die Qualität der Zuckerrüben unterschiedlich ausfällt. Insgesamt sei die Lage jedoch gut, obwohl der Zuckergehalt leicht rückläufig ist. Dies sei auf den höheren Anteil der aus der Westschweiz stammenden Rüben zurückzuführen, die durchschnittlich tiefere Zuckerwerte aufweisen, so die Begründung der SZU. Der Gesamtabzug hingegen zeige nur geringe Veränderungen (7,8%)

Stand heute wurden in Aarberg 806 958 Tonnen abgeliefert und der durchschnittliche Zuckergehalt beträgt 15,4%

Frostschäden nach eisiger Nacht

Laut dem aktuellen Rübenbericht litten einzelne Rübenhaufen in der Ostschweiz unter den tiefen Minustemperaturen in der Nacht von Samstag, 22., auf Sonntag, 23. November. In der Folge wiesen frisch geerntete oder nicht abgedeckte Zuckerrüben an den Rändern der Mieten leichte Frostschäden auf. Im Inneren der Mieten hingegen blieb die Qualität weiterhin zufriedenstellend. Zuckerrüben, die vor oder nach diesem Zeitraum geerntet und abgedeckt wurden, verfügen über eine gute Qualität, heisst es weiter.

Produzent(innen), die bezüglich der Qualität ihrer Rüben unsicher sind oder bei der Lagerung schon Fäulnisstellen feststellten, werden gebeten, den Präsidenten der jeweiligen Werkskommission oder das Rübenbüro der Zuckerfabrik zu kontaktieren.

Wie gehts in Frauenfeld weiter?

Die Vorbereitungen für die Wiederaufnahme der Zuckerproduktion ab Anfang Jahr am Standort Frauenfeld verlaufen laut der SZU planmässig. Der dafür notwendige Branntkalk sowie die ersten CO-Mengen wurden bereits angeliefert und der Aufbau der provisorischen Anlage ist im Gange.

Das diese Ersatzlösung zum Einsatz kommt, sei «nur dank dem ausserordentlichen Engagement der Mitarbeitenden der Zuckerfabrik möglich», wie die SZU betont. Die Rübenlogistik und Zuckerproduktion wird auch über die Festtage laufen.