«Obwohl die derzeitige Weltlage alles andere als motivierend ist, sollten wir immer wieder auch an das Schöne denken und nicht immer nur an das Schlechte», wünschte sich Beat Gerber, Präsident von Landwirtschaft Emmental, an der Hauptversammlung in Zollbrück BE. Die Schwerpunkte des vergangenen Vereinsjahres waren das Bäreggforum und der Bauernlehrpfad. 

«Erneut eine Abstimmung, die wir bodigen müssen»

«Dieses Jahr haben wir mit der Ernährungsinitiative erneut eine Abstimmung vor uns, die wir bodigen müssen», sagte Gerber weiter. Dass die Landwirtschaft in der Region immer noch stark verwurzelt ist, zeigen die vielen Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Berufsprüfungen, die geehrt wurden (siehe Kasten). 

Abo Nutzvieh Bei Notschlachtungen wird es kompliziert – und es fehlen Anbieter Donnerstag, 6. November 2025 Wichtig für die regionale Entwicklung bleiben die PRE-Projekte «Mehrwert Emmental». Diese tragen zu mehr Wertschöpfung in der Region bei und befassen sich unter anderem mit den Themen Energie, Produktvermarktung und Notschlachtungskapazität. Vor allem auf letztere setzt man grosse Hoffnungen: «Seit der Schlachthof Reber in Langnau schliessen musste, sind wir auf der Suche nach einer geeigneten Lokalität für Notschlachtungen», sagte Beat Gerber.

Nun hofft man, dass man in Rüdtligen BE eine solche bauen kann. Mit rund 1500 Notschlachtungen jährlich im Emmental sei das Bedürfnis da. In den statutarischen Geschäften konnte die Geschäftsführerin Damaris Hofer eine positive Rechnung von 1485 Franken präsentieren. Die Vorstandsmitglieder Benjamin Ramseier, Maël Matile und Roger Marc Bolzli traten zurück. Mit Christian Kunz aus Kirchberg BE konnte erst ein Ersatz gefunden werden. 

Der Bauernlehrpfad Ramsei-Zollbrück ist fast fertig

Der ehemalige Präsident Heinz Kämpfer informierte die Anwesenden über den aktuellen Stand des Bauernlehrpfads Ramsei-Zollbrück: «Wir sind mit den baulichen Massnahmen im Endspurt.» Mit dem Bauernlehrpfad will man anhand von elf Tafeln Aufklärungsarbeit leisten. «Damit wollen wir der Bevölkerung die Landwirtschaft im Emmental näherbringen», so Kämpfer. 

Grosse Sorgen bereitet ihm der aktuelle Milchmarkt. «Die Krise war voraussehbar», sagte er. Zölle, Importe, Käsehandel, das gute Futter – das alles habe zu dieser Misere geführt. «Damit ich den schlechten Milchpreis auffangen kann, werde ich jetzt den Kraftfuttereinsatz massiv reduzieren», hielt er fest.

Die Geehrten
 
Meisterlandwirt/in: Cédric Jaquemet, Hasle; Florian von Ballmoos, Wynigen; Fabian Wisler, Dürrenroth.
Bäuerin FA: Damaris Badertscher, Zollbrück; Diana Baumann, Hindelbank; Gisela Hauert, Burgdorf; Céline Jaquemet, Hasle; Stefanie Käser, Koppigen; Michaela Moser, Lützelflüh; Stefanie Röthlisberger, Trub; Julia Steffen, Grünenmatt; Daniela Tanner, Bärau; Aline Wegmüller, Schafhausen; Manuela Bärtschi, Sumiswald; Silvia Casanova, Hindelbank; Sandra Lanz, Affoltern; Diana Schürch, Rüegsbach; Sarah Sommer, Hindelbank.
Agrotechniker/in: Michael Gerber, Utzenstorf; Martina Glauser, Lyssach; Matthias Glauser, Rütti b. Lyssach; Severin Gygli, Utzenstorf; Elin Kocher, Sumiswald; Sven Rothenbühler, Utzenstorf; Daniel Wüthrich, Dürrenroth.