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Wird der Bauer krank, ist Hilfe nötig: Ein Betriebshelfer kann die Arbeit übernehmen

Im Kanton Bern greifen viele Bauern bei Unfall oder Ferien auf die Betriebshelfer zurück. Das wurde an der DV der Landwirtschaftlichen Betriebs- und Familienhilfe deutlich.

Sie kommen zum Einsatz, wenn die Bauernfamilien Hilfe brauchen oder der Bauer krank ist: Die Betriebs- und Familienhilfe. Im Kanton Bern haben die Betriebshelfer/innen eine lange Tradition. Das wurde an der Delegiertenversammlung der Landwirtschaftlichen Betriebs- und Familienhilfe (LBF) vom Donnerstag, 9. April, in Zollikofen BE, wieder deutlich. So wurden letztes Jahr insgesamt 49 149 Stunden Betriebs- und Familienhilfe geleistet. Vor allem bei Krankheit und Unfall, kommen die Betriebshelfer/innen zum Einsatz.

Die LBF sucht nach Verstärkung

Die LBF ist deshalb eine wichtige Anlaufstelle, wenn es darum geht, schnell einen Ersatz für den Meister oder die Bäuerin zu finden. So sind die Betriebshelfer oder Familienhilfen weiterhin begehrt. Der LBF sucht deshalb verzweifelt nach Verstärkung. «Geeignete Personen können sich bei uns jederzeit melden», sagt Präsidentin Ursula Aeschlimann. Bei einem Einsatz können die Betriebshelfer oder Familienhelferinnen viel Neues und viel Wertvolles für ihr Leben mitnehmen.

Erfreulicherweise bleibt auch der Mitgliederbestand des LBF mit rund 5300 Mitgliedern konstant. Deswegen bleibt auch der Mitgliederbeitrag von 50 Franken unverändert. «Finanziell steht der LBF auf gesunden Beinen», führte die Geschäftsführerin Aline Plüss aus. Trotz eines Verlustes der Jahresrechnung von 41 490 Franken, ist das Eigenkapital von 952 691 weiterhin sehr hoch. «Wir wollen kein Geld anhäufen, wir wollen damit lieber die Bauernfamilien unterstützen», so die Präsidentin. «Eigentlich tönt es für viele paradox, doch mehr Einsatztage bedeuten für den LBF auch mehr Lohnkosten». So entstehe weniger Gewinn, erklärt die Geschäftsführerin die Situation. Doch man arbeite nicht gewinnorientiert, sondern gemeinnützig, und die Überschüsse würden regelmässig zur Deckung des Defizits eingesetzt.

Dank für die geleistete Arbeit

Um eine Hilfe zu finden, braucht es manchmal mehr als ein Telefonat. Hier haben auch die Einsatzstellen eine wichtige Funktion: «Wir arbeiten alle eng zusammen, inklusive des Vorstandes», so die Präsidentin. Seit dem Jahr 2000 arbeitete Heinrich Kramer im Vorstand mit. Nun wurde er an der DV für sein langjähriges Mitwirken verabschiedet. An seiner Stelle konnte Hans Ulrich Ramseier aus Trubschachen BE gewonnen werden. «Es war eine schöne und interessante Zeit», erzählte Kramer von seinen Erlebnissen. Für seinen grossen Einsatz dankte ihm die Präsidentin mit einem Präsent.

Im Weiteren wurde auch die Einsatzstellenleiterin in der Region Seeland, Monika Baumann, verabschiedet. Es gab aber nicht nur Neuwahlen: Fast der gesamte Vorstand, inklusive der Präsidentin, wurde für vier weitere Jahre wiedergewählt.

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