Es sei ein herausforderndes Jahr mit Verzögerungen durch anfangs Jahr fehlende Baubewilligungen und wegen schlechten Wetters gewesen, hiess es an der 52. Generalversammlung der Genossenschaft ländliches Bauen (GLB) Aargau. Präsident Sepp Villiger konnte dazu 250 Mitglieder, Mitarbeitende und Gäste begrüssen. Der Umsatz wurde gesteigert und die Rechnung schloss positiv ab. Auch die Auftragslage war und ist gut. «Bis Herbst 2026 sind wir praktisch ausgebucht», erklärte Martin Küng, Geschäftsführer operativ. 2025 konnte die GLB 60 landwirtschaftliche Bauprojekte realisieren, darunter 16 Güllegruben von 78 bis über 1400 m³. Die Bauherren würden die unkomplizierte Art der GLB schätzen, und die Planer das grosse Fachwissen durch langjähriges Personal, meinte Adrian Käser, Geschäftsführer administrativ.
Auflagen verteuern das Bauen immer mehr
Die Schwierigkeiten lägen für Bauherren vor allem bei den aufwendigen Baubewilligungsverfahren, Finanzierungen und der Umsetzung von Bodenschutzmassnahmen. «Durch die vielen Auflagen und Vorschriften wird das Bauen immer aufwendiger und teurer», erklärte Martin Küng.
Die Genossenschaft wurde 1974 als Selbsthilfeorganisation gegründet mit dem Zweck, kostengünstig zu Bauen. Die GLB bezeichnet sich als Spezialist für landwirtschaftliches Bauen. Der Mitgliederbestand stieg auf 1076. Künftig soll noch mehr auf Arbeitssicherheit gesetzt werden, nach dem Motto: «Keine Stolperunfälle dank sauberer Baustellen.»
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Tobias Hug übernimmt 2027 als Geschäftsführer
Vorgestellt wurde Tobias Hug als neuer operativer Geschäftsführer ab Sommer 2027. Er wird den bisherigen operativen Geschäftsführer Martin Küng ablösen. Aus dem Vorstand trat nach 18 Jahren Hans Treier zurück, zum Nachfolger wurde Urs Reimann aus Wölflinswil AG gewählt. Geehrt wurden zehn Mitarbeitende für insgesamt 208 Jahre Firmentreue, darunter für 45 bzw. 30 Jahre, die beiden Geschäftsführer Martin Küng und Adrian Käser.