Mit dem Lied «Wildi Rose» eröffnete die Bernische Trachtenvereinigung (BTV) in Burgdorf ihre Delegiertenversammlung (DV). 74 Trachtengruppen waren vertreten. Präsidentin Vreni Kämpfer stand ein letztes Mal vor den Delegierten – nach 14 Jahren im Amt.
Ihr Leitsatz war klar: «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.» Entsprechend speditiv wurden die Traktanden behandelt: Jahresrechnung, Budget sowie kleinere Statutenanpassungen und Nebengeschäfte passierten einstimmig. Einzig die Erhöhung der Mitgliederbeiträge führte zu einer Auszählung, wurde jedoch ebenfalls gutgeheissen.
Anita Theiler-Hafner ist die neue Präsidentin
Ein Höhepunkt war die Wahl von Anita Theiler-Hafner zur neuen Präsidentin. Sie wurde einstimmig gewählt und quittierte das Vertrauen mit einem Freudejutz. Ebenfalls einstimmig gewählt wurde Monika Kobel als Leiterin Team Aktivitäten. Julia Oswald übernimmt das Amt der Webmasterin ab der DV.
Abschiede mit Tränen
Besonders bewegend waren die Verabschiedungen: Mehrere engagierte Mitglieder traten aus ihren Funktionen zurück und wurden gebührend geehrt und verdankt. Vreni Kämpfer, Danielle Zaugg und Franziska Reber wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Die Emotionen zeigten sich nicht zuletzt in mancher Träne.
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Die Digitalisierung hält weiter Einzug
Der Blick nach vorn ist vielversprechend: Zahlreiche Anlässe stehen 2026 an, darunter das schweizerische Trachtenchorfest mit zahlreichen Mitwirkenden aus dem Kanton Bern. Auch organisatorisch geht die BTV neue Wege, etwa mit funktionsbezogenen E-Mail-Adressen und der Möglichkeit, Agendaeinträge direkt online zu erfassen.
Frühlingsball als Höhepunkt
Pünktlich um 20 Uhr eröffnete dann die neue Präsidentin Anita Theiler-Hafner den Frühlingsball, zu dem 470 Personen angemeldet waren. Er ist immer ein Höhepunkt im Vereinsleben der Berner Trachtenleute. Die Ländlerkapelle Ulmizberg sorgte für die richtigen Klänge, zu denen 30 Tänze getanzt wurden.
Dabei war die Freude am gemeinsamen Tanzen wichtiger und eine falsche Drehung wurde mit einem Lachen quittiert. Neben dem Tanzen bekam auch das Volkslied durch die Auftritte der Bärner Singlüt seinen Platz. Mit ihren Liedern, welche auch zum Mitsingen einluden, erlaubten sie den Tänzer(innen) einen Moment der Ruhe. Frischen Wind brachte die Oberländer Jugendtanzgruppe mit ihren beiden Tänzen. Schön war es, zu sehen, wie die Jugend mit neuen Ideen Tänze umsetzt und damit dem Volkstanz eine Zukunft gibt.