Expo «Es ist schon eine Ehre, wenn wir mit einer Kuh an die BEA dürfen», sagt Züchter Thomas Rutsch an der Auffuhr Donnerstag, 23. April 2026 Was wäre die BEA ohne die Bernische Eliteschau? Am Freitag, 1. Mai, konkurrierten zum 38. Mal die schönsten 130 Kühe, die anlässlich der Frühlingsbeständeschauen im Kanton Bern selektioniert wurden, vor viel Publikum. Von der Simmentaler- bis hin zur Holsteinkuh wurden die Kühe nach Rassen in den elf Kategorien rangiert.

Keine leichte Aufgabe für die Experten

Die Tribünen waren voll, die Atmosphäre einzigartig. Die drei Richter Christian Stegmann (RH/HO), Jakob Schenk (SF) und Abraham Aellig (SI) hatten die schwierige Aufgabe, unter all den Maximum-Tieren ein Klassement zu erstellen. Beim Swiss Fleckvieh triumphierten vor allem die Stiere Roxel und Kilian mit ihren Töchtern. Bei den Holstein und Red Holstein waren es Delta-Lambda, Chief oder Doral und bei den Simmentalern gab es viele schöne Kühe von Cyrill, Amur oder Unetto zu sehen.

Gladiola und Meieli überzeugen besonders

Hatten die drei Experten ihre Rassen noch allein gerichtet, wurden die Rassensiegerinnen, die Schöneuterkühe und schlussendlich auch die Miss BEA zusammen bestimmt. Die Rassensiegerin bei den Simmental fanden die drei Richter in der ältesten Kategorie: Balmer’s Cyrill Gladiola von Familie Balmer aus Oey BE steht in der dritten Laktation. Sie ist mit dem Maximum von 55 55 96 punktiert und linear mit EX-92 (Euter EX 95) beschrieben. 

Gladiola ist nicht nur schön, sondern auch sehr leistungsstark. Schon die zweite Laktation hat sie mit über 8000 kg Milch abgeschlossen und die dritte Laktation geht gegen 9000 kg Milch mit den aktuellen und schier unglaublichen Gehaltswerten von 6,73 % Fett und 3,73 % Eiweiss. 

Das schönste Euter der Simmentaler hatte dann die bekannte Amur-Tochter Meieli von Andreas Steiner aus Ried BE.

Bekannte Schaukühe treffen aufeinander

Beim Swiss Fleckvieh standen sich am Schluss wiederum die zwei bekannten Schaukühe Lorbas Nala von Hans und Markus Fankhauser aus Süderen BE und die Bulle-Siegerin Kilian Nevada von Daniel und Adelheid Graf aus Bleiken BE gegenüber. Dieses Mal mit dem besseren Ende für Nala, die als Rassensiegerin beim Swiss Fleckvieh erkoren wurde. Das schönste Euter hatte hier Roxel Enya von Florian Nydegger aus Helgisried BE. Enya stand schon in ihrer Klasse hinter Nala auf dem zweiten Platz. Mit dem Schöneutertitel konnte die Roxel-Tochter einen weiteren Titel einheimsen.

Ein harter Kampf in der Kategorie 8 – und die Miss BEA

Bei den Red- und Holsteinkühe, die in den Klassen zusammen gerichtet wurden, gab es schon einen harten Kampf in der Kategorie 8: Hier trafen die zwei bekannten Schaukühe Siegsoleil Pirolo Ola von Steven Siegenthaler aus Mont-Soleil BE und Gobeli’s Power Faida von Gobeli Holstein und Erich Zingre aus Saanen BE aufeinander. 

Doch der Richter Christian Stegmann, der das letzte Jahr als Viehschauexperte unterwegs ist, fackelte nicht lange und stellte Ola auf den ersten Platz. Ola wurde später nicht nur Rassensiegerin RH/HO, sondern sie wurde von den drei Richtern auch zur Miss BEA 2026 bestimmt. Zur Schöneuterkuh HO/RH wurde die bekannte Plattery Attraction Hashley von Beat Oberli aus Süderen BE bestimmt.