Seine Zeit in der Weiterbildung hat Adrian Wenger gut genutzt. Anstatt auf dem Handy zu gamen, hat er sich stärker mit Instagram auseinandergesetzt. So ist der Account Wengerfarms entstanden, der heute 11’000 Follower hat. Das ist eine beachtliche Zahl, entspricht sie doch der Grösse einer Gemeinde wie Davos.

«Willkommen zurück in der Natur». So beginnen einige der Videos von Adrian Wenger. Mit Informationen, Fakten und Zahlen, erzählt er seinen Arbeitsalltag und meint dazu bescheiden: «Für mich ist es nichts Spezielles, ein frischgeborenes Kalb zu sehen oder über die Pflege von Pflanzen zu sprechen.» 

Chancen durch Kontakte

Dieser anscheinend nicht spezielle Alltag hat Adrian Wenger aber weitaus mehr ermöglicht als eine grosse Instagram-Community. So konnte er durch seinen Online-Auftritt, die Sichtbarkeit von sich und Wengerfarms deutlich erhöhen. Er wird mittlerweile von Zeitungen, Händlern und grösseren Firmen kontaktiert. Damit hätte Adrian Wenger nicht gerechnet und meint bescheiden, dennoch stolz: «Durch diese Kontakte ergeben sich Chancen und Möglichkeiten, die sehr überraschend sein können.»

Greift auch politische Themen auf

Überraschend ist auch die Zuschauerzahl für einen Livestream zur Trinkwasser- und Pestizid-Initiative. Mehr als 6’690 Views hat das länger als eine Stunde dauernde Gespräch zwischen Adrian Wenger und seinem Berufskollegen Jörg Büchi, über ein für viele unattraktives Thema, generiert. Adrian Wenger scheint sein Ziel zu erreichen: «Ich möchte mit meinem Alltag, das Bewusstsein und Verständnis der Bevölkerung für die Landwirtschaft stärken.» Diese Rechnung scheint aufzugehen. Und er betont: «Für mich steht in erster Linie die Nähe zum Konsumenten im Vordergrund. Und erst dann kommt die Vermarktung unserer Quinoa-Produkte.»

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Er pflegt die Community

Die Fotos und Videos erstellt Adrian Wenger während der Arbeit und bearbeitet sie abends. Er lässt sie auch mal einen Moment liegen, bevor er einen Beitrag hochlädt. Zu seiner Social-Media-Arbeit gehört auch die Interaktion mit seiner Community. Die ist im wichtig. «Ich sehe das als Wertschätzung meines Gegenübers». So antwortet der Landwirt immer auf Kommentare und kommentiert, sei es auch nur mit Emojis, auch Beiträge von anderen. 

Via Instagram auf die Website

Der Jungbauer nutzt auch andere Social-Media-Kanäle wie Facebook, YouTube oder TikTok. «Videos werden immer wichtiger, so nutze ich YouTube hauptsächlich als Videoablage. Instagram ist unser Hauptmotor. Mit diesem bringen wir interessierte Kunden auf unsere Website.» 

Mit der Teilnahme am Strauss Farmer’s Cup 2021 konnte Adrian Wenger seine Bekanntheit auf Instagram weiter steigern. In zwei Videos wird der Junglandwirt von Melanie Oesch vorgestellt. Darin beweist Adrian Wenger Offenheit und Natürlichkeit, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Mit seiner Arbeit will Adrian Wenger einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Bevölkerung für die Landwirtschaft leisten. Überraschend, frisch und ehrlich.

Am 6. Mai findet in Bern das Swiss Agro Forum statt. «Analog, digital, hybrid – interaktiv kommunizieren» lautet das Thema dieses Jahr. Zu Gast sind Aglaë Strachwitz, CEO McDonald's Schweiz, Christian Martin, Country Director Google Cloud, Laura Meyer, CEO Hotelplan Group, Tom Winter, CEO Bernexpo AG, Antoinette Hunziker-Ebneter, CEO Forma Futura Invest AG sowie Gian Gilli, OK-Präsident Eishockey-WM Schweiz 2020. Alle Infos und die Anmeldung finden Sie unter www.swissagroforum.ch.