Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 17:00 Uhr

 

Kuhtrainer ohne Strom - Alternativen sind gesucht

Die IG Anbindestall prüft ein neues Kuhreinhaltegerät für die Anbindehaltung.


Publiziert: 13.07.2019 / 12:16
Previous Next

Der elektrische Kuhtrainer oder das Kuhreinhaltegerät, wie man ihn heute auch nennt, ist in Anbindeställen ein heiss diskutiertes Thema. Seit 2013 sind diese in Neubauten verboten. Eine Alternative ist der pneumatische Kuhtrainer, welcher pro Kuhplatz zirka 1200 Franken kostet. Der verbotene Kuhtrainer hingegen kostet lediglich zirka 45 Franken. Nun will die IG Anbindestall ein neues und besseres Kuhreinhaltegerät auf den Markt bringen.

Alte Version überarbeitet

"Am Dienstag haben wir dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) ‹unser› neues System vorgestellt", sagt Konrad Klötzli, Präsident der IG Anbindestall, gegenüber der BauernZeitung. In einem Forschungsprojekt, das unter der Führung des Tierhaltungsspezialisten Matthias Schick steht, wurde die alte Version des pneumatisch bewegten Bügels überarbeitet. Neu soll die Steuerungsvorrichtung nicht mehr über den Schwanz, sondern über einen kontaktlosen Sensor mittels einer Lichtschranke ausgelöst werden. Dazu wird der Zylinder durch eine Feder ersetzt. Der neue Sensor erfasst und leitet die Veränderung der Widerristhöhe beim Koten und Harnen weiter. "Wir sind mit unserem Anliegen auf offene Ohren gestossen", freut sich der Präsident. Um das neu entwickelte Reinhaltegerät tatsächlich auf den Markt zu bringen, muss es zuerst vom BLV abgenommen und bewilligt werden. In einer Umfrage klärt die IG nun ab, ob überhaupt ein Interesse an der neuen Steuerungseinrichtung besteht. Ein wichtiger Schritt wird die Finanzierung des Projekts. "Ist die Nachfrage vorhanden, werden wir für die Produktion einen geeigneten Partner suchen", hält Klötzli fest. Im Gespräch sei jedenfalls schon die Firma DeLaval. "Beim neuen Steuerungssystem rechnet Matthias Schick mit Kosten pro Kuhplatz von zirka 250 Franken", sagt der Präsident zuversichtlich.

Auf taube Ohren gestossen

Ausgehend von früheren Untersuchungen werden beim jetzigen System zwei neue Sensoren und ein neuer Aktor entwickelt, um die Anfälligkeit und Störungen, wie sie beim alten System noch vorhanden waren, zu eliminieren. Wenn die Kuh beim Koten und Harnen einen Buckel macht, löst sich dank des Sensors von oben her ein Bügel, der die Kuh zwingt, ein, zwei Schritte zurückzustehen. Nach wie vor unbestritten ist für Konrad Klötzli der herkömmliche, elektrische Kuhtrainer, der bis anhin weiter in bestehenden Anbindeställen geduldet wird. "Die Alternativsysteme sind nicht gleichwertig, darum habe ich am Dienstag beim BLV interveniert und mich eingesetzt, dass der elektrische Kuhtrainer in Neubauten wieder zugelassen wird", so der IG-Präsident. Mit seinem Anliegen ist Kötzli beim BLV-Direktor Hans Wyss aber auf taube Ohren gestossen. "Es wurde uns klipp und klar gesagt, dass der elektrische Kuhtrainer in Neubauten – vor allem wegen dem Konsumentenverhalten –ein für alle Mal verboten bleibt und nie mehr eingesetzt werden darf", sagt Klötzli enttäuscht.

Werbung
Werbung
War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!