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Farmdroid-Roboter richtet in Zuckerrüben grossen Schaden an

In Deutschland hat ein autonomer Sä- und Jätroboter 10'000 Zuckerrüben geköpft. Zwei Modelle desselben Typs sind in der Schweiz im Einsatz.


In Oldendorf (DE) ist es mit einem autonomen Feldroboter des dänischen Herstellers Farmdrodid zu einem grossen Missgeschick gekommen. Anstatt zwischen den Zuckerrüben zu hacken, köpfte der Roboter aus Versehen 10'000 Zuckerrüben. Biobauer Sven Dittmer setzt den Roboter trotz dieses Vorfalls weiter ein, wie er gegenüber der «Landeszeitung online» sagt. «Es ist die einzige Möglichkeit, dem Unkraut in den Bio-Zuckerrüben Herr zu werden.» Letztes Jahr benötigten sie dafür 250 Stunden pro Hektare. 

GPS-Technik

Der Farmdroid-Roboter ist in der Lage, in der Reihe zwischen den Zuckerrübenpflanzen zu Hacken. Möglich ist dies unter anderem dank GPS-Technologie. Der Roboter merkt sich beim Säen die Koordinaten der Rüben und erkennt diese später beim Unkrauthacken. Das ist vor allem für den Biolandbau interessant, weil das Jäten von Hand die einzige Möglichkeit zur Unkrautbekämpfung innerhalb der Reihe ist.

Zwei Farmdroid in der Schweiz

Auch in der Schweiz sind dieses Jahr zwei Roboter des Typs Farmdroid im Einsatz. Einer im Kanton Genf und einer im Kanton Thurgau. Dort ist es zu keinen derartigen Zwischenfällen gekommen.

In Rheinklingen TG kam der Roboter allerdings wegen der schweren Böden und der Hangneigung an seine Grenzen. Zwei Radantriebs- und drei Hackmotoren gingen kaputt. Weil das Ersatzmaterial aus Dänemark auf sich warten liess, waren die Arbeiten blockiert und konnten nicht rechtzeitig ausgeführt werden. Das führte auf der betroffenen Parzelle zu einem Mehraufwand beim Handjäten.

Dreijähriges Pilotprojekt

Einer der beiden Roboter war in der Ostschweiz auf den Betrieben von Daniel Vetterli, Marcel Brechbühl, Konrad Langhart (alle Bio) und Karl Vetterli im Einsatz. Der zweite Roboter wird im Kanton Genf getestet. Bei den Versuchen handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften (HAFL) und des Forschungsinstituts für biologischen Landbau (FiBL). Den technischen Support leisten Marius Frei von der Firma Lenzberg Precision Farming und die Firma Farmdroid aus Dänemark. Das dreijährige Projekt wird finanziell vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und in Genf auch von der Zuckerindustrie unterstützt.

 

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