Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

European Milk Board: Es fehlen 30 Prozent zur Deckung der Milchproduktions-Kosten

Eine Analyse zeigt, dass in fünf europäischen Ländern die Produktionskosten für Milch die Milchpreise deutlich übersteigen.


Das Preis-Kosten-Verhältnis sei in Deutschland fast auf dem Krisenniveau von 2016, schreibt das European Milk Board (EMB). Man bezieht sich dabei auf die regelmässig durchgeführte Kostenstudie des Büros für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL).

Produzentenpreiskrise durch hohe Kosten und tiefe Preise

Durchschnittlich rechnet man mit Produktionskosten von fast 47 Cent/kg. Das sei vor allem durch die Auswirkungen der Trockenjahre seit 2018 bedingt. Zusammen mit einem tiefen Milchpreis für Produzenten (33 Cent/kg)  führt dies zu einer «Produzentenpreiskrise», schreibt das EMB. 

30 Prozent Unterdeckung

Im April 2020 haben die deutschen Milchproduzentinnen und -produzenten nach Zahlen der EMB nur gerade 70 Prozent der Produktionkosten über den Milchpreis erwirtschaften können. Das ergibt eine Unterdeckung von 30 Prozent. 

Etwas besser sieht es bei deutscher Biomilch aus: Dort deckt der Milchpreis laut der Bröscüre «Erzeugungskosten der Biomilch in Deutschland – Wirtschaftsjahre 2011/12 – 2018/19» 79 Prozent der Produktionskosten. 

Die Ergebnisse für Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Luxemburg und den Niederlanden sind im folgenden Video zusammengefasst:

 

Marktverantwortungsprogramm soll helfen

Um die chronische Unterdeckung der Kosten für die Milchproduktion in Europa anzugehen, schlägt das EMB ein Marktverantwortungsprogramm vor. Dabei soll ein Krisenindex (errechnet aus Faktoren wie Produktionskosten, Margen usw.) als Frühwarnsystem dienen und die Tiefe einer Krise anzeigen. Je nach Ernst der Lage sind unterschiedliche Massnahmen vorgesehen. 

Mehr zum EMB-Marktverantwortungsprogramm lesen Sie hier.  

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Uniterre und EMB: Reduktion der Milchproduktion ist die Lösung
06.05.2020
Dass Milchüberschüsse zu Pulver oder Butter verarbeitet werden, ist für die Bauerngenossenschaft Uniterre keine Lösung für die aktuelle europäische Milchkrise. Bei Ansatzproblemen helfe nur, die Produktion zu verringern.
Artikel lesen
Europäische Länder kämpfen im Moment wegen der Corona- auch mit einer Milchkrise. Wie Agrarheute berichtete, haben verschiedene deutsche Molkereien dazu aufgerufen, rund 20 Prozent weniger Milch zu produzieren. Dies wegen Absatzproblemen: Die verkleinerte Nachfrage von Grossverbrauchern, der verarbeitenden Industrie und von Exporteuren könne nicht durch die gestiegene Nachfrage im Detailhandel ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns