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Ein steriles Gold-Pflänzchen

Safran ist ein sehr teures Gewürz. Kein Wunder, die Ernte ist Handarbeit und pro Blüte gibt es nur wenige Fäden des roten Goldes. Neue Forschungsresultate enthüllen die Abstammung von Crocus sativus und könnten neu die Züchtung ermöglichen.


Publiziert: 27.03.2019 / 17:11

Mit der Ahnengeschichte ist es so eine Sache: die einen brennen vor Neugierde, die anderen lassen die alten Geschichten kalt. Auf den ersten Blick wirkt die Nachricht, der Vorfahre des Safrans sei gefunden, ziemlich akademisch-langweilig. Aber Crocus sativus ist steril und das macht dieses neue Wissen erst richtig interessant, wie die "NZZ am Sonntag" schreibt.

Dreimal ist zu viel

Die Safran-Pflanze ist triploid, das heisst, ihr Erbgut liegt in dreifacher Ausführung vor. Das macht Probleme bei der Bildung von Eizellen und Pollenkörnern, da diese nur einen halben Chromosomensatz erhalten sollten – und drei lässt sich hier nicht sinnvoll teilen. Somit kann sich Crocus sativus nur vegetativ über Zwiebeln fortpflanzen.

Nur ein Urahn

Genetische Untersuchungen der Agroscope haben gezeigt, dass Crocus sativus nicht aus der Verschmelzung verschiedener Krokusarten entstanden ist. Stattdessen waren es zwei Individuen der gleichen Art, die sich allerdings genetisch recht stark unterschieden. Bei dieser Vereinigung muss ein fehlerhaftes Pollenkorn oder eine Eizelle mit Mängeln beteiligt gewesen sein. Als Folge davon ist Crocus sativus heute triploid und steril.

Die Züchtung ermöglichen

Ohne sexuelle Fortpflanzung gibt es keine Evolution, also ist auch keine Züchtung möglich. Da man nun weiss, aus welcher wilden Krokusart der Safran hervor gegangen ist, könnte man dies ändern. Über eine Rückkreuzung könnte Crocus sativus wieder zu einem doppelten Chromosomensatz und damit zur sexuellen Fruchtbarkeit verholfen werden. Womit der Safran neu züchterisch verbessert werden könnte.

Ein Wunderpulver

Abseits vom «Könnte» und «Würde» ist Safran bereits heute ein faszinierendes Gewürz mit Geschichte. In der Antike war er als Luxusgut, später als Heilmittel bekannt. Allerdings können 20 Gramm einen Menschen töten. Es kommt also wie bei allem auf die Dosis an. Ein gutes Safran-Risotto hat bisher noch niemandem geschadet – und ein bisschen botanische Ahnenkunde auch nicht.

In der Schweiz wird Safran in Mund im Wallis angebaut. Das Video unten erklärt den Anbau und die Ernte: 

jsc

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