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Die Rinderzüchter erweitern ihren Vorstand und wollen an den Schauen das Heft in der Hand behalten

Die Arbeitsgemeinschaft Schweizerischer Rinderzüchter hat die Zusammensetzung ihres Vorstands den veränderten Tierbeständen angepasst. Der Präsident appellierte an die Mitglieder, keine weiteren tierschutzrelevanten Zwischenfälle zuzulassen.


Publiziert: 18.06.2019 / 15:39

Bei bestem Ökoheu-Wetter hat die Arbeitsgemeinschaft Schweizer Rinderzüchter am Dienstag ihre Delegiertenversammlung durchgeführt. Präsident Andreas Aebi erinnerte an die Verspätungen beim Alpaufzug und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass es im Herbst nicht am Futter mangeln wird.

Appell an die Züchter

In Sachen Zitzenverkleben zeigte er sich erleichtert, dass man dank der Ablehnung der Motion Kälin im Nationalrat das Heft an den Schauen in der Hand behalten könne. Er appellierte an die Mitglieder, dafür zu sorgen, dass dies so bleibt: "All diejenigen, welche das Collodium-Verbot nicht unterstützten, glauben an unser abgegebenes Versprechen, dass es in dieser Frage keine tierschutzrelevanten negativen Vorkommnisse mehr geben wird", sagte Aebi.

Die Umsetzung des Ausstellungsreglements von 2018 war eines der Hauptthemen des Geschäftsjahres, so Geschäftsführer Matthias Schelling. Beschäftigt hat die ASR unter anderem auch die Erweiterung der zuständigen Arbeitsgruppe und die Vorbereitung der Ausbildung für die Vorringkontrolle. Er strich heraus, dass man im Vorfeld zur Behandlung der Motion Kälin regelmässig Kontakt gehabt habe mit dem Schweizer Tierschutz. Dies habe mit dazu beigetragen, dass das Verbot habe verhindert werden können.

Grosses Defizit mit Gründen

Die Rechnung schliesst mit einem Minus von gut 400'000 Franken, wurde aber ohne Gegenstimme bewilligt. Dazu beigetragen haben der Verzicht auf den Einzug von Mitgliederbeiträgen aufgrund des grossen Eigenkapitals von rund 4 Mio Fr. Ein weiterer Grund war der Umbau der verbandseigenen Liegenschaft bei gleichzeitigem Ausfall der Mieteinnahmen.

Mit einer Statutenrevision will die ASR die operativen und strategischen Geschäfte besser trennen sowie Holstein Schweiz und Mutterkuh Schweiz besser einbinden und deren Vertretung in der Verwaltung um je einen Vertreter erhöhen. Somit sieht die Sitzverteilung nun wie folgt aus: je drei Sitze für Swissherdbook und Braunvieh Schweiz, je zwei Sitze für Holstein Switzerland und Mutterkuh Schweiz sowie ein Sitz für den Schweizerischen Eringerzuchtverband. Zu neuen Verwaltungsmitgliedern gewählt wurden anschliessend an die Bewilligung der Statutenänderung Hans Aebischer (Präsident Holstein Switzerland) und Mathias Gerber (Präsident von Mutterkuh Schweiz).

Wie weiter mit dem wichtigsten Handelspartner?

In einem Referat beleuchtete Peter Kopp vom Schweizer Bauernverband die Diskussion um ein institutionelles Rahmenabkommen mit der EU. Er zeigte zunächst die Bedeutung der EU für den Schweizer Handel auf. Täglich würden Waren im Wert von einer Milliarde Franken gehandelt. Damit ist die EU der mit Abstand wichtigste Handelspartner.

Der zunehmende Druck der EU sei spürbar, gleichzeitig sei die Schweiz zufrieden mit dem Status Quo, so Kopp. Für die Landwirtschaft bringe das nun ausgehandelte Ergebnis nämlich eine Reihe von Unsicherheiten. Er erwähnte in Sachen staatlicher Beihilfen die Frage, ob Direktzahlungen oder Beiträge an die staatliche Tierzuchtförderung künftig mit den Ergebnissen noch vereinbar seien mit EU-Recht bzw.

Peter Kopp analysierte auch die Option "Abbruch der Übung": Es wäre bei einem solchen Szenario nicht alles hinfällig, so der EU-Spezialist, die aktuellen bilateralen Ergebnisse würden aber nicht mehr erneuert oder angepasst. Das letzte Wort sei aber längst noch nicht gesprochen, der Gang an die Urne sei obligatorisch.  

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