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Neues Preismodell für nachhaltige Migros-Milch

Migros ändert das Preismodell für die Milchlieferanten. Letztere müssen für den gleichen Betrag etwas mehr leisten. Das Programm ist dennoch umsetzbar, sagt Lukas Barth nach drei Jahren Vorarbeit.


Die Migros will mit nachhaltiger Milch Konsumenten überzeugen. Nachdem die Inhalte des Programms in diesem Jahr mit 400 Produzenten umgesetzt wurden, wird nun auf das neue Jahr hin auch das Preismodell für die Milchlieferanten angepasst. Die Migros wird neu einen Basispreis, einen Nachhaltigkeits-Zuschlag und – bei einem besonders hohen Engagement – einen Nachhaltigkeits-Bonus auszahlen. Seit Mittwoch ist das beschlossene Sache, die Produzenten werden dieser Tage informiert.

Drei Rappen Zuschlag

Der Basispreis dürfte laut Lukas Barth leicht über dem durchschnittlich ausbezahlten Preis für Milch im A-Segment liegen. Rückblickend betrachtet wären das in den letzten Jahren zwischen 1,4 und 2,5 Rappen gewesen. Barth ist Leiter Agrarpolitik und Milchbeschaffung bei Elsa und sagt, dass der Basispreis Migros (BPM) quartalsweise von der Migros festgelegt wird. Der Nachhaltigkeits-Zuschlag soll zusätzlich drei Rappen betragen. Bedingung ist, dass die Produzenten, deren Milch in die Migros gelangt, ein Pflichtenheft bestehend aus Grundanforderungen und freiwilligen Modulen erfüllen. Die Grundanforderungen sollen eine gute landwirtschaftliche Praxis sicherstellen.

Bei den freiwilligen Massnahmen müssen die Produzenten von 24 Punkten mindestens fünf erzielen. Der Nachhaltigkeits-Bonus wird ausgeschüttet, wenn Produzenten 10, 15 bzw. 20 Punkte bei den freiwilligen Modulen erreichen. Wer 10 Punkte erreicht, erhält 300 Franken, wer 15 Punkte erfüllt erhält 500 Franken. Und wer 20 und mehr Punkte erreicht, erhält 1000 Franken; der Bonus wird jeweils Ende Jahr ausbezahlt.

Netto keine Preiserhöhung

Unter dem Strich zahlt die Migros damit – mit Ausnahme des zusätzlich ausgerichteten Nachhaltigkeits-Bonus – nicht mehr für die Milch, sie verlangt aber neu von allen Lieferanten, dass diese den Preisvorteil an die Produzenten weitergeben und explizit auf der Milchgeldabrechnung ausweisen. Wer nicht mitgehen kann, muss hingegen mit einem leicht tieferen Milchpreis rechnen, da die Milch künftig nicht mehr im Migros-Kanal abgesetzt werden kann.

Lukas Barth geht davon aus, dass alle Elsa-Direktlieferanten den Nachhaltigkeits-Zuschlag erhalten werden. Das habe die Auswertung des Programms gezeigt. «Im Schnitt erreichen unsere Lieferanten zwölf Punkte bei den freiwilligen Modulen», sagt Barth; zwei Drittel der Produzenten sind bereits im höheren Punktebereich und können problemlos mit dem Standard mithalten und vom Bonus profitieren.

Für die Produzenten soll praktisch kein zusätzlicher Administrationsaufwand entstehen, da das Nachhaltigkeitsprogramm auf bereits vorhandene Daten abstützt und über bewährte Plattformen von IP-Suisse erfasst und kontrolliert wird. Wie Lukas Barth betont, dienen die Kontrollen 2019 dazu, die definierten Kontrollpunkte zu testen und die Sanktionsschemata zu erarbeiten. Die Molkereien, die für die Migros Milch abfüllen, müssen einem Verarbeiterreglement zustimmen, dürfen die Milchbauern nicht in der Wahl der Module beeinflussen und müssen die von Migros und IP-Suisse zur Verfügung gestellten Plattformen nutzen.

hja

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