Vor einem Jahr bestätigten in einer Umfrage der «Luzerner Zeitung» Hofladenbetreiber, dass ihre Kundschaft grösser geworden ist. Die Situation rund um Covid-19 hat hier geholfen. Dieser Schwung muss nun genutzt werden, um eine nachhaltige Ausweitung der Kundenanzahl zu erreichen.

Potenzial nach oben

In den letzten drei Jahren ist die regionale Herkunft der Lebensmittel den Konsumenten wichtiger geworden. Von den 2700 Hofläden auf den Plattformen www.myfarm.ch und www.vomhof.ch haben nur 45 bis 125 Alpkäse im Sortiment. Das hat noch Potenzial nach oben, denn das Nischenprodukt ist beliebt. Nach wie vor verkauft sich der Alpkäse vor allem über die Direktvermarktung.

Wie viel Alpkäse im Detailhandel abgesetzt wird, ist aufgrund der vielen verschiedenen und temporären Listungen nicht genau bekannt. Schätzungen gehen von einem Anteil von unter vierzig Prozent aus. Neben dem Gastrokanal wird Alpkäse auch in Käsereien verkauft. Angesichts der stetig wachsenden Produktionsmengen braucht es jedoch weitere Absatzkanäle.

Mehr Direktvermarkter

Die Alpkäsekommission lanciert über die Dachmarke in der Deutsch- und der Westschweiz ein Projekt. Ziel ist es, die Direktvermarkter, die bisher noch keinen Alpkäse verkaufen, zu sensibilisieren und für den Verkauf von Alpkäse zu motivieren. Die diesjährige Kampagne von 1350 Alpkäsereien in der Schweiz «Für deinen Genussmoment im Alltag» läuft von Juli bis Oktober mit insgesamt vier Kurzvideos und monatlichen Wettbewerben.

Weitere Informationen: www.schweizeralpkaese.ch/genussmoment-im-alltag

Für Landwirte
Interessierte Hofladenbetreiber, die Alpkäse ins Sortiment nehmen wollen, können sich per E-Mail unter info@schweizeralpkaese.ch melden. Dort wird ihnen Alpkäse eines geeigneten Produzenten vermittelt.

Für Käufer(innen)
Verschiedene Alpen, Genossenschaften oder Geschäfte betreiben bereits eigene Onlineshops. Unter www.schweizeralpkaese.ch/alpkaese-online-kaufen ist eine entsprechende Liste aufgeschaltet. Alpkäseliebhaberinnen können dort ihr Lieblingsprodukt suchen und finden den Link zum entsprechenden Shop. Diese neuen Angebote und Absatzkanäle sollen sich im Gleichschritt mit den stetig steigenden Produktionsmengen weiterentwickeln und die Vermarktung diversifizieren.