Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Haben Sie noch kein Abo der BauernZeitung?
Ein Produkt auswählen und bestellen

Sie sind bereits BauernZeitungs-Abonnent - haben aber noch kein Online-Login?
Die sofortige Freischaltung anfordern

Haben Sie Ihr Passwort vergessen?
Passwort vergessen

Haben Sie Fragen?
Infohotline: 031 958 33 33
Montag bis Freitag 8:00 - 12:00 Uhr und
13:30 - 17:00 Uhr

 

Uniterre kritisiert Arbeitsbedingungen in Spanien unter Bio-Suisse-Label

Im spanischen Almeria seien die Arbeitsbedingungen «prekär» und ausbeuterisch – auch bei Unternehmen, die unter dem Bio-Suisse-Label für die Schweiz produzieren.


Man erwarte eine wirksame Überwachung der Arbeitsbedingungen in Spanien und anderen Staaten des Mittelmeerraums, woher ein Grossteil der Importe von Obst, Gemüse, Nüssen, Ölen oder Wein stamme. Das schreibt Uniterre in einer Medienmitteilung. 

Prekäre Umstände in Almeria

Am landwirtschaftlichen Betrieb «Haciendas Bio» im spanischen Almeria illustriert Uniterre die Umstände:  

  • Tagelöhner haben Verträge, mit denen sie unverzüglich entlassen werden können
  • Löhne unter dem gesetzlichen Minimum
  • Unbezahlte Überstunden
  • Arbeit ohne Schutzkleidung in Gewächshäusern, in denen kurz zuvor Schwefel ausgebracht worden ist
  • Schlechte sanitäre Einrichtungen

Ein Brief an die Geschäftsleitung

Diese und weitere Punkte kritisierten die Betroffenen in einem Brief an die Geschäftsleitung und forderten zudem eine Wahl eine vertretenden Kommission für die Arbeitendenschaft, heisst es in der Mitteilung. 

Gemäss Uniterre hat die Geschäftsleitung von «Haciendas Bio» noch nicht reagiert. Die Verhandlungen laufen über eine lokale Schlichtungsstelle. 

Kein Einzelfall

Auch andere Unternehmen, die wie «Haciendas Bio» unter dem Bio-Suisse-Label für die Schweiz produzieren, sollen schlechte soziale Praktiken haben. Das entspreche nicht den Erwartungen von Konsumentinnen und Konsumenten, die von Bio Suisse auch im Ausland Sorge zur Natur wie zu den Menschen erwarte. 

Auch «Bio Sabor» sei ein solches Negativ-Beispiel.

Verschiedene Forderungen 

Nun müsse Bio Suisse das Problem anpacken und lösen, fordert Uniterre. Konkret seien

  • die Beschäftigten von Bio-Unternehmen gemäss lokalen Tarifverträgen zu entlöhnen
  • die von der Regierung vorgeschriebenen Mindestlöhne einzuhalten (7,28 Euro pro Stunde)
  • Wahlen von Betriebsräten zu erleichtern, die die Arbeitnehmenden vertreten 
  • keine Repressalien gegen Vertreterinnen und Vertreter der Arbeiterschaft einzusetzen. So sei ein effektiver sozialer Dialog möglich. 

Die Glaubwürdigkeit des Knospe-Labels stehe auf dem Spiel, schliesst die Mitteilung.  

War dieser Artikel lesenswert?
Kommentar erfassen
Coronavirus: Uniterre will längere Frist zum Sammeln von Unterschriften
12.03.2020
Wegen des Coronavirus liege die Demokratie bald im Koma, befürchtet Uniterre. Das bedrohe ihr Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien.
Artikel lesen
Die bäuerliche Organisation Uniterre hat seit der Lancierung Ende Januar 2020 35'000 Unterschriften für das Referendum gegen das Freihandelsabkommen mit Indonesien gesammelt. Jetzt bleibt noch Zeit bis am 9. April, um die restlichen Unterschriften aufzutreiben – angesichts des Coronavirus ein zu kurzes Zeitfenster, findet Uniterre. Bundesrat will Frist nicht verlängern Nationalrat Niklaus-Samuel ...
Werbung
Leser-Schnappschüsse Weitere Schnappschüsse Senden Sie uns Ihre Schnappschüsse!
Folgen Sie uns