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Swissgenetics: «Schweiz würde zur Lachnummer»

Swissgenetics Direktor Christoph Böbner macht sich Sorgen über die Rahmenbedingungen für die Rindviehhalter in der Schweiz.


852'875 Samendosen hat die Swissgenetics im vergangenen Geschäftsjahr in der Schweiz verkauft. Das sind 0.2 Prozent mehr als im Vorjahr, und dies trotz des sinkenden Milchviehbestandes. Christoph Böbner ist seit bald zwei Jahren im Amt als Direktor. Wir sprachen mit ihm.

Von Bauern für Bauern

Besonders gut gefällt Christoph Böbner den genossenschaftlichen Gedanken von Swissgenetics. «Als Bauernsohn stand ich schon immer hinter den Organisationen, die Dienstleistungen von Bauern für Bauern anbieten», sagt Böbner. Doch dieses Amt hat auch Schattenseiten. «Es bereitet mir Sorgen, wenn unsere 35 000 Rindviehhalter in der Schweiz schlechte Rahmenbedingungen haben oder angedroht erhalten.» Dabei bezieht er sich auf politische Initiativen wie den Verzicht auf Massentierhaltung in der Schweiz, die es heute schon gar nicht gebe.

Trinkwasser-Initiative wäre ein Bumerang

Eine weitere solche Initiative ist die neue geplante Hornkuh-Initiative von Armin Capaul. Für eine zweite Lancierung dieser Initiative hat Böbner gar kein Verständnis. «Das Volk hat sich schon mal dazu geäussert, was in meinen Augen schon einmal zu viel war. Derartige Themen müssen nicht in der Bundesverfassung verankert werden. Da werden wir international zur Lachnummer.» Auch die Trinkwasser-Initiative beschäftigt Böbner. Diese sei ein richtiger Wolf im Schafspelz.  Die Initiativen wären ein völliger Bumerang, bei deren Annahme die Inlandproduktion sinken würde und importierte Lebensmittel mit weniger Umweltauflagen zunehmen.

Viehausstellungen fehlen

Aufgrund der Corona-Situation steht die Durchführung der Swiss Expo auf der Kippe. Was bedeutet dies für Swissgenetics? «Wir bedauern die Absage oder Verschiebung all dieser Züchtertreffpunkte, weil an diesen Ausstellungen auch der persönliche Kontakt mit Züchtern und Rindviehhaltern gepflegt werden kann», sagt Böbner. Zudem habe die Schweiz mit der Swiss Expo ein tolles internationales Schaufenster, wo sie die grosse Qualität ihrer Rindviehpopulationen zeigen könne. «Für Swissgenetics beflügeln derartige Ausstellungen den nationalen und internationalen Verkauf.»

A2A2-Genetik ist gefragt

Erfreulich entwickeln sich jedoch die Besamungen mit Fleischrassenstieren. Knapp 50 % der Besamungen erfolgen bei Swissgenetics mit ausschliesslich nachzuchtgeprüften Fleischrassenstieren, gibt der Direktor Auskunft. Swissgenetics führt auch bereits zahlreiche A2A2-Stiere im Angebot. «Wir sind uns bewusst, dass die Nachfrage nach dem Beta-Kasein A2A2 steigend ist» so Christoph Böbner. Deshalb werde dieses Merkmal bem Ankauf der Jungstiere in allen Rassen, neben allen anderen genetisch wichtigen Auswahlkriterien, ebenfalls berücksichtigt.

Delegiertenversammlung vor der Kamera

Aufgrund der Coronasituation wurde konnten Delegierten auf dem Schriftweg über die Traktanden abstimmen.

56 von 63 Delegierten haben ihre Stimme abgegeben. Das ist eine Stimmbeteiligung von 89%.

Alle Traktanden wurden einstimmig angenommen.

Die Swissgenetics verzeichnete im Geschäftsjahr 2019/2020 einen Jahresgewinn von 148'000 Franken. Damit liegt man auf Vorjahresniveau (146'000 Franken). Die Anzahl Vollzeitstellen im Konzern betrug im Jahresdurchschnitt 312.3 (Vorjahresperiode 303.8). Die Covid-19 Pandemie habe sich bis Ende des Berichtsjahres, das jeweils vom 1. Juli 2019 bis 30. Juni 2020 dauerte, nur unwesentlich auf das Betriebsergebnis ausgewirkt, heisst es im Geschäftsbericht. Als Genossenschaft vergütete die Firma ihren Kunden im vergangenen Jahr 2,3 Mio Fr. zurück, unter anderem in Form von Gutscheinen.

Weitere Informationen finden Sie im Jahresbericht von Swissgenetics.

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