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ESAF-Stier Kolin ist tot

Der Siegermuni des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfests 2019 ist tot. Sein Betreuer musste ihn in den Schlachthof geben, da er aggressiv wurde.


Nachdem sich der Rummel um den Stier Kolin gelegt hatte, hatte der Muni immer öfters «Flausen» im Kopf, wie sein Betreuer gegenüber der Luzerner Zeitung sagt. An den öffentlichen Auftritten sei immer alles gut gegangen. Nach dem ESAF war er noch an weiteren Anlässen, wie am Stierenmarkt in Zug oder an der Olma, St. Gallen. Zurück bei seinem Pfleger Mändel Nussbaumer fehlte ihm dann aber möglicherweise die Aufmerksamkeit, wie dieser meint.

Mändel rettete sich mit einem Sprung zur Seite

Nach einem einprägenden Ereignis entschied sich Nussbaumer schliesslich, den Stier in den Schlachthof zu geben. Er war im Stall, als Kolin plötzlich ein paar Schritte zurückging, um dann auf ihn loszurennen. Nussbaumer konnte sich noch knapp mit einem Sprung zur Seite retten. Darauf entschied er, schweren Herzens, den viereinhalbjährigen Stier schlachten zu lassen. Dies fiel Nussbaumer gar nicht leicht, da er eine besondere Bindung zum Stier hatte. (Wir berichteten)

Kantonstierarzt versteht den Entscheid

Dass Stiere in dem Alter aggressiv würden, könne vorkommen, wie der Zuger Kantonstierarzt Rainer Nussbaumer der Luzerner Zeitung erklärt. Das Wesen des Stieres könne sich verändern, was sehr gefährlich werden kann. Die Haltung vor und während des ESAF schätzt er aber als sehr vorbildlich ein. So habe der Stier am Anlass eine eigene Stallung und viel Auslauf bekommen. Zudem habe ihn Mändel Nussbaumer auch im Vorfeld gut darauf vorbereitet. Der Kantonstierarzt könne den Entscheid von Mändel Nussbaumer gut nachvollziehen.

Milchkuhstiere werden häufiger agressiv

Auch Adrian Dietrich, Inforama Berner Oberland, kennt die Thematik. Man müsse zwischen Mutterkuhstieren und Milchkuhstieren unterscheiden, erklärt er an einer Weiterbildung zum Thema im Januar 2020 gegenüber der BauernZeitung. Bei den Milchrassen, wozu auch Kolin gehörte, werden die Jungtiere von der Mutter getrennt aufgezogen. Dem Milchkuhstier stellt sich irgendwann die Frage, ob er zu den Menschen oder zu den Kühen gehöre. In dieser Phase könne es passieren, dass er sich auf den Mensch prägt und diesen als Konkurrenten sieht.

Die Routine im Umgang kann gefährlich werden

Die Entwicklung passiere oft schleichend, so Adrian Dietrich. Am Anfang brumme der Muni häufiger oder ziehe mehr am Halfter. Wenn sich Menschen auf der Wiese nähern, beginnt er zu scharren. Es gäbe aber auch Fälle, wo der Stier sehr plötzlich gefährlich werde. «In solchen Fällen gibt es nur einen Weg - den Gang ins Schlachthaus», so Dietrich. Die Routine im Umgang mit dem Stier sei gefährlich, führt der Experte aus. Man schätze ihn als «ein Lieber» ein. Doch schon nur eine falsch eingeschätzte Situation könne dies schlagartig ändern.

Unfallverhütung: damit der Muni nicht rot sieht

Stiere haben sehr viel Kraft und dürfen nicht unterschätzt werden. Mit dem richtigen Verhalten und einer angepassten Einrichtung im Stall können Risiken vermindert werden. Hier erhalten Sie einige praktische Hinweise. 

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