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Reisanbau in der Nordschweiz – Fiktion oder Zukunft?

Der Anbau von Reis ist laut Agroscope eine umweltfreundliche Möglichkeit, um zeitweise überflutetes Ackerland zu bewirtschaften.


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In der Schweiz gibt es Ackerflächen, die mit Bodenaufschüttungen und Entwässerungs-Anlagen aufgewertet worden sind. Dies weil sie ansonsten zeitweise überflutet wären. Viele dieser Anlagen müssten aber saniert werden. Dabei sollte neue Alternativen in Betracht gezogen werden, schreibt Agroscope in einer Medienmitteilung. Eine solche sei der Reis-Anbau im Norden der Schweiz.

Gemäss der Forschungsanstalt dürfte sich die Wertschätzung für zeitweise überflutete Böden markant erhöhen, wenn die Reis-Produktion dort Fuss fassen würde. Durch die neu entstehenden Feuchtgebiete würde zudem neuer Lebensraum für gefährdete Arten geschaffen. Auch neue, wettbewerbsfähige Produkte könnten auf den Markt gebracht werden.

Um das Ganze zu teste, hat Agroscope Feldversucht durchgeführt. So wurde in der Grenchner Witi auf temporär gefluteten Flächen in verschiedenen Verfahren Reis angebaut. Im Gegensatz zur Nordschweiz pflanzen Bauern im Tessin seit längerem Reis an. Die Nachfrage nach inländischem Risotto-Reis ist laut Agroscope sehr hoch.

Agroscope zieht folgends Fazit der Versuche:

  • Anbau von Reis als Nischenprodukt auf temporär gefluteten Flächen kann wirtschaftlich sein
  • Gleichzeitig kann die Natur profitieren, da sich stark gefährdete Tier- und Pflanzenarten ansiedeln können

lid

 

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