Landschaftspflege bedeutet auch Klimaschutz und Biodiversitätsförderung

Im aktuellen Bulletin des Fonds Landschaft Schweiz werden drei Projekte zur Wiederherstellung naturnaher Kulturlandschaften vorgestellt. Dabei wird teilweise modernste Technik genutzt.

Der Fonds Landschaft Schweiz setzt sich seit seiner Gründung 1991 unter anderem für die Wiederherstellung naturnaher Kulturlandschaften ein und hat mittlerweile mehr als 2800 Projekte mit Förderbeiträgen unterstützt. Während es zur Zeit der Gründung noch darum ging, Obstgärten und Schindeldächer wiederherzustellen, wurde das Spektrum an Projekten immer breiter. So finden sich die Wiederherstellung von Kastanienselven wie auch die Entfernung von Stromleitungen aus den Moorlandschaften des Vallée de Joux in der Datenbank des FLS.

Moderne Technik wird eingesetzt

Die neusten Projekte zeigen, dass die Wiederherstellung nicht einfach rückwärtsgewandt sei, sondern dabei auch modernste Technik eingesetzt werde und somit zur Zukunftssicherung beigetragen werde, schreibt der Fonds Landschaft Schweiz (FLS) in einer Medienmitteilung. FLS-Kommissionsmitglied Caroline Beglinger schreibt im neuen Bulletin, dass es bei der Wiederherstellung darum gehe, diese Landschaften wieder in ihren früheren Zustand zu bringen und sie gesund zu machen, damit ein Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna entstehe.

Projekte in der ganzen Schweiz

Wiederherstellungsprojekte sind vielfach im Mittelland nötig. Ein Beispiel dafür sind die Massnahmen zur Riedförderung in der Grenchner Witi, wo mit Solarpanels betriebene Wasserpumpen zum Einsatz kommen. Dank der Renaturierung fanden viele der einst charakteristischen Tier- und Pflanzenarten wieder Einzug in das Gebiet. Ein Landschaftsprojekt im Maggiatal, wo verschiedene historische Bauwerke restauriert und landwirtschaftliche Flächen aufgewertet wurde, zeige jedoch, dass es auch im Alpenbogen und im Jura Wiederherstellungsbedarf gebe, heisst es in der Mitteilung.

Ein weiteres Projekt, das vom FLS gefördert wurde, ist die Regeneration des Hochmoors von La Chaux im Berner Jura. Hoch- und Flachmoore sind CO2-Speicher, setzen jedoch beim Austrocknen des Torfes die Gase wieder frei. Deshalb würden solche Projekte, die das Austrocknen von Mooren verhindern wollen, auch Beiträge zum Klimaschutz leisten, schreibt der FLS. Ausserdem seien Moore auch sehr wichtig für die Biodiversitätsförderung.

Hier lesen Sie den Bulletin des Fonds Lanschaft Schweiz.

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