Durchschnittlich stellen Bauernfamilien hierzulande gemäss dem Schweizer Bauernverband SBV 18,8 Prozent ihrer landwirtschaftlichen Flächen für die Biodiversität zur Verfügung. Neben Hecken, Hochstämmern oder Asthaufen gedeihen auf diesen Flächen auch Blühstreifen. Auf deren Existenz und den Nutzen, den die farbenfrohen Blütenmeere für die Insekten bringen, soll das Projekt «Die Schweiz blüht» informieren. 

Nahrung, wenn anderes verblüht ist

Jetzt im Frühling blüht an praktisch jeder Ecke ein Baum oder Strauch und Frühblüher bedecken den Waldboden. Aber gerade im Sommer und im Herbst, wenn Wiesen, Bäume und landwirtschaftliche Kulturen verblüht sind, ist das Nahrungsangebot für bestäubende Insekten klein. Diese Versorgungslücken können gezielt angelegte Blühstreifen füllen. 

Die am Projekt teilnehmenden Betriebe werden laut Mitteilung des SBV Blühstreifen mit einer Samenmischung anlegen, die von Juni bis August immer für bunte Blüten sorgt. Alle Streifen sind in einer interaktiven Karte vermerkt.

Samen für Garten und Balkon

Allerdings sind nicht nur Blühstreifen wertvoll für summende und schwirrende Helfer, sondern auch mit einheimischen Pflanzen gestaltete Gärten und Balkone – Jeder und Jede könne die Biodiversität fördern, schreibt der SBV. Diese Woche seien daher Bäuerinnen und Bauern an neun Schweizer Bahnhöfen unterwegs, um Samen-Tütchen gratis zu verteilen. 

 

Mitmachen und gewinnen

Wer die Mischung aussäe und dem SBV ein Foto von seinem Engagement schicke, nehme an einer Verlosung teil. Weiter gibt der Verband auf der Website «Die Schweiz blüht» diverse Tipps zur Förderung der Biodiversität für Private mit oder ohne Balkon oder Garten. 

 

Die Aktion unterstützt neben Ufa Samen auch Mövenpick. Der Glace-Hersteller engagiere sich im Rahmen der Lancierung seiner neuen Kreation «Swiss Honey Almond» mit Schweizer Honig.