Wächst der Baum zu dicht, müssen ganze Äste abgeschnitten werden. Am besten wird ein Trieb gewählt, der qualitativ weniger hochwertig ist. Bild: Katrin ErfurtPflanzenbauWinterzeit ist Schnittzeit bei Niederstamm-BäumenMittwoch, 15. Januar 2020 Ab November bis April steht wieder der Winterschnitt für Niederstamm-Obstbäume an. Idealerweise, wenn das gesamte Laub abgefallen ist, um erkennen zu können, wo Knospen gebildet wurden und wie die Triebe wachsen. Mit dem Schnitt sollte man es aber nicht übertreiben. Denn wird zu stark zurückgeschnitten, schiesst der Baum in die Höhe, anstatt Blüten und Früchte zu bilden. Nach einem Winterschnitt sollten sichnoch etwa 200 bis 300 starke Knospen am Baum befinden für rund 100 bis 150 Früchte (inkl. Verlust durch Frost und nach der Qualitätsausdünnung im Frühjahr).  

In einem Schnittkurs für Hochstamm-Obstbäume können Interessierte Schnitt- und Formierungseingriffe erlernen. Fast alle Schweizer Bildungszentren wie die Liebegg, der Strickhof oder der Wallierhof bieten solche Kurse an. Bild: Daniel SchneggPflanzenbauHochstamm-Obstbäume sind eine Investition über GenerationenFreitag, 31. Januar 2020 Zudem besitzt jede Sorte einen sortenspezifischen Wuchs, weshalb der Schnitt nicht willkürlich erfolgen sollte. Boskop z. B. braucht nur wenig geschnitten zu werden, andere Sorten wie Rubinola, die weniger garniert sind, müssen vorsichtiger zugeschnitten werden.

 Um die typische Spindelform zu erhalten, sollte man Triebe, die aus der Spindelform herausstechen, auf den jüngeren, vitalen Seitentrieb zurückschneiden. Das gilt für aufrecht wachsende Langtriebe und herabhängende Äste, welche Früchte von weniger guter Qualität hervorbringen. Auch Konkurrenztriebe und dickere Äste vor allem im oberen Bereich der Krone, die wertvolles Fruchtholz beschatten, sollten entfernt werden.

Weitere Tipps des Inforamas zum sachgerechten Obstbaumschnitt lesen Sie hier.

Video: So schneidet man Obstbäume richtigMontag, 30. Oktober 2017