ABO

11 Fakten und Tipps zum Anbau von Braugerste

Braugerste ist keine einfache Kultur. Hier finden Sie nützliche Fakten und Tipps für den Anbau.

In der Schweiz hatte der Anbau von Braugerste früher Tradition. Ab 1930 erfolgte ein Preiszerfall, die Anbauflächen waren rückläufig, die Kultur verschwand. Heute wird Braugerste in verschiedenen Regionen der Schweiz wieder angebaut. In der Ostschweiz in Schaff­hausen, im Appenzell und in den Bündner Bergtälern.

1. Standort: mittelschwerer Boden, nicht verdichtet, keine Staunässe, pH 6,5–7,5.

2. Anbauzeit: Frühlingskultur, Aussaat möglichst früh, Vegetationszeit 110–130 Tage.

3. Sortenwahl: Bei Lössstandorten Avalon, Quench, RGT Planet. Bei Verwitterungsstandorten Avalon, Solist, RGT Planet.

4. Bodenbearbeitung: von Bodentyp abhängig, nicht zu feines Saatbett.

5. Düngung: kontrollierte N-Düngung. Bei Hofmistdüngung (FF) auf N-Düngung verzichten

6. Unkrautbekämpfung: analog Futtergerste, Striegeln im Herbst.

7. Krankheiten: Netzflecken, Rynchosporium und Sprenkelnekrose.

8. Ernte: Feuchtigkeit 12–15%, Proteingehalt 9,5–11,5%, Keimfähigkeit mind. 96%, Körnergrösse ø mind. 2,5 mm.

9. Ertragspotenzial: halb so gross wie Futtergerste.

10. Lagerung: 4–8 Monate

11. Ausbeute: 70% Malz aus Gerste.

Gefällt Ihnen was Sie lesen? Wir haben ein Abo für Sie

Warum nicht mal drei Monate «schnuppern»? Für nur CHF 20.- erhalten Sie 12 Print-Ausgaben (Regionen nach Wahl) plus Online-Zugriff.

Gleich hier bestellen und los geht's!

Weiterlesen

  • Braumeister Zdzislaw Koltun, Gerstenproduzentin Martina Jenzer Ruh, Marketingleiterin Andrea Imthurn, Lisa Landert vom Regionalen Naturpark Schaffhausen.(Bild Stü)

    Gerste für erstes Naturparkbier in Schaffhausen

    Der Regionale Naturpark Schaffhausen erhält vielleicht bald ein eigenes Bier. Herausforderungen stellt nicht nur der Anbau, sondern auch die Naturpark-Richtlinien.
    Show more
    ABO
  • Kulinarisches Berner Oberland: Gewinnen Sie das Buch «Alpe-Chuchi»

  • Mit dem Boden verbunden