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Neue Mälzerei im aargauischen Wildegg eröffnet

Ab sofort muss heimische Braugerste nicht mehr im Ausland vermälzt werden. Die Schweizer Mälzerei ermöglicht den für das Bierbrauen unerlässlichen Prozess nun auch in der Schweiz.

Grössere Mengen an Schweizer Braugersten mussten bislang im Ausland zu Malz verarbeitet werden. Das ändert sich mit der Eröffnung der Schweizer Mälzerei, der hierzulande grössten Anlage ihrer Art. Am 14. Oktober wurde der Betrieb in Möriken-Wildegg mit einem feierlichen Anlass eröffnet.

Neue Mälzerei im aargauischen Wildegg eröffnet
Die Schweizer Mälzerei ist die grösste Mälzerei des Landes. Künftig wird hier aus regionalem Getreide Malz für die Lebensmittel- und Bierindustrie gewonnen.

Plan aufgegangen

Vor rund einem Jahr gaben der Aargauer Unternehmer Christoph Nyfeler und seine Mitstreiter den Plan bekannt, eine Mälzerei im Raum Lenzburg bauen zu wollen. Die Verträge mit diversen Partnern waren gemacht, das Projekt aufgegleist – nur das Bauland fehlte noch. Fündig wurde Nyfeler schliesslich in Wildegg, wo sich zwischen dem Gelände der Jura-Cement und den Geleisen der SBB ein idealer Bauplatz anbot.

Es war ein ehrgeiziger Zeitplan, den Nyfeler verfolgte, doch er ging auf. Zwischen dem Einreichen des Baugesuchs und der Einweihung der Anlage vergingen gerade einmal 9 Monate und eine Woche. Nur dank der effizienten Arbeit vieler helfender Hände und eines Quäntchens Glück habe das Vorhaben so umgesetzt werden können, freute sich der Firmengründer.

Neue Mälzerei im aargauischen Wildegg eröffnet
Die hohe Holzhalle bietet genügend Platz für die technischen Anlagen. Die Konstruktion wurde von Schäfer Holzbau aus dem aargauischen Dottikon realisiert; das Holz stammt aus dem Lenzburger Wald.

Kein «Greenwashing»

«Eines ist bei diesem Projekt klar: Nachhaltigkeit und Umweltfreundlichkeit sind bei diesem Projekt nicht bloss ein Etikett, sondern die Basis unseres Konzepts», erklärte Christoph Nyfeler. So wurden etwa die Baustoffe aus der nächsten Umgebung bezogen; der Beton stammt aus der Zementfabrik in der unmittelbaren Nachbarschaft und das Holz für den hellen Bau aus den Wäldern rund um Lenzburg. Engagiert wurden Handwerkerfirmen aus der Umgebung. Einzig die technischen Anlagen stammen aus Deutschland.

Nachhaltig die Region stärken soll aber vor allem das, was künftig in der Mälzerei geschieht und was sie ermöglicht: Die Produktion von hundertprozentigem Schweizer Malz für die Bier- und Lebensmittelindustrie, gewonnen aus regional angebauter Gerste. Dabei kann Nyfeler auf die Unterstützung der IG Mittellandmalz zählen, die als offizielle Partnerin eng mit der neuen Mälzerei verbunden ist.

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