Die Alp Farner bei Goldingen SG steht zum Verkauf. Die bisherigen Pächter haben ihren Vertrag auf den kommenden Frühling nicht mehr verlängert. Der Verwaltungsrat der Alp Farner AG informierte bereits Ende Juni 2023 an der GV, dass er auf der Suche nach neuen Pächtern ist. Es habe viele Interessenten gegeben, schreibt der Verwaltungsrat in einer Information an die Aktionäre. Bisher sei jedoch niemand gefunden worden, der längerfristige Perspektiven biete. Kaufinteressierte können bis Anfang Dezember 2023 ein schriftliches Angebot unterbreiten. Anfang Jahr wird darüber entschieden. Zudem werden weiterhin Bewerbungen für die Pacht entgegengenommen.

Früher in Zürich, heute in St. Gallen

Abo Sommerserie «So ein Käse!» «Der Sternenberger ist einer, der viele Leute anspricht» Samstag, 22. Juli 2023 Die Alp Farner befindet sich oberhalb der Höhenklink von Wald und an der Bergstation des Skiliftes Oberholz mitten in einem prächtigen Naherholungsgebiet im Zürcher Oberland auf rund 1155 m ü M. in der Bergzone 2, aber nicht auf Zürcher Boden. Einst lag sie auf dem Gemeindegebiet des st. gallischen Goldingen, welches heute nach der Gemeindefusion zu Eschenbach gehört. Nun steht dieser Alpbetrieb, welcher ein Sömmerungsgebiet mit 30,8 ha Weideland  und einen weiteren Landwirtschaftsbetrieb mit einem Stall für acht Mutterkühe und 9,87 ha landwirtschaftliche Nutzfläche sowie 23,53 ha Wald umfasst, zum Verkauf. Diese Alpflächen lassen gesamthaft 50 Normalstösse vor.

Restaurant nur zu Fuss erreichbar

Die Alp Farner gehört seit 1978 der Alp Farner AG. Dabei ist ein Aktienkapital von 850‘000 Franken hinterlegt, wobei man rund 880 Aktionäre zählt. Die Alp  soll unter anderem als Imageträger für die Zusammenarbeit von Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus  dienen. Eines der grössten Handicaps ist der Umstand, dass sie wohl über eine gute Zufahrtsstrasse verfügt, aber nur zu Fuss  auf einer Weglänge von rund 1400 m und 200 Meter Höhenunterschied erreichbar ist. Zudem bietet der Skilift im Winter oftmals wegen Schneemangel keinen sicheren Betrieb.

Während der eigentliche Alpbetrieb mit den notwendigen Bestössen mehr oder weniger problemlos geführt werden konnte, wird es immer schwieriger auch geeignete und gewillte und geeignete Pächter für den Gastronomiebetrieb zu finden.