Nach zwei schwierigen Jahren in der Coronazeit konnte der beliebte zweitägige Alpchäsmärcht heuer wieder im gewohnten Rahmen durchgeführt werden. Die Gäste strömten aus der ganzen Deutschschweiz an den bodenständigen Markt.
Schöne Stände am Märcht
OK-Präsident Christian Föhn zog eine erfreuliche Bilanz vom 26. Alpchäsmärcht: «Rund 14'000 Personen kamen ins «Thal», und die 17 einheimischen Alpkäser konnten insgesamt rund 7000 Kilo Käse verkaufen.» Die Besucherinnen und Besucher genossen es, durch die schön geschmückten Stände zu schlendern und die vielfältigen Alpprodukte zu degustieren. Für ein Kilo Alpkäse bezahlte man 21 Franken, grössere Mengen kosteten 20 Franken und überjähriger Käse mindestens 26 Franken pro Kilo. Die Preise waren leicht höher als in den Vorjahren.
Einen Stand betrieben – wie jedes Jahr – zum Beispiel die Gebrüder Betschart, Alp hintere Rotmatt. «Mit dem Sommer 2022 sind wir wohl zufrieden. Allerdings wurde wegen der Trockenheit das Wasser knapp», erklärte Alpkäser Sebastian Betschart. Die Alpkäserfamilie Betschart produziert pro Sommer im Schnitt 3,5 Tonnen Alpkäse. Ein grosser Teil davon kann in Dorfläden der Region verkauft werden. Und welche Rolle spielt der Alpchäsmärcht? «Es sind für uns zwei sehr wichtige Tage für den Absatz», erklärte Betschart.
Ergänzend zu den Ständen der Alpkäser stellten über 30 weitere Anbieter ihre Produkte aus. Ihnen gemeinsam war, dass sie einen Bezug zur Landwirtschaft haben. So reichte das Angebot von gestickten Glockenriemen und Schafwollprodukten bis zu Bauernhofglace.
Urchig war es nonstop
In den Festwirtschaften unterhielten verschiedene Ländlerkapellen nonstop mit urchiger Musik. Viel Volk zog auch der Unterhaltungsabend an.
Höhepunkt des Rahmenprogramms war die Präsentation eines Alpabzuges durch die Alpkäserfamilie Oswin und Franziska Betschart. Die urchige Familie, die im unter Roggenloch an der Pragelpassstrasse z Alp geht, zog mit 25 Stück schön geschmücktem OB-Vieh – davon ein Zuchtstier und drei Gurtkühe – durchs dichte Zuschauerspalier.

