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Digitalisierung: «Barto» ist geboren – die Schweizer Landwirtschaft hat ihre eigene Plattform

Seit Ende 2015 brütet das Projekt «Barto». Am Montagvormittag wurde die Smart Farming-Plattform in Bern lanciert.


Publiziert: 04.11.2019 / 14:48

Ein Login für alle Datenerfassungen war die Ursprungsidee von «Barto», als Ende 2015 Identitas mit Agridea das Projekt gegründet hat. An der Plattform für die Verwaltung und den Austausch von landwirtschaftlichen Daten wurde seither stark gefeilt.

Barto soll auch kleinen Betrieben helfen

Seit letztem Freitag ist der digitale Hofmanager aktiv. «Barto» soll alle Bereiche des landwirtschaftlichen Alltags abdecken und sowohl für den Pflanzenbau als auch für die Tierzucht geeignet sein. Die Grundlage der Plattform ist die Software von 365Farmnet, sie wurde in den letzten Monaten auf die Verwendung in der Schweiz angepasst. Man wolle damit unbedingt ermöglichen, dass auch kleine und mittlere Betriebe von der Digitalisierung profitieren können. In der Regel sind Plattformen, Roboter und Drohnen eher auf grössere Betriebe ausgerichtet.

Christian Schönbächler, Verwaltungsratspräsident der Barto AG, betont dass die Plattform offen für alle bleibt und sie stets interessiert sind an Zusammenarbeit. Priorität hat dabei der Nutzen für Landwirte. Kooperationen mit der Branche wurden vertieft und neu ist auch der Bauernverband an Bord. Wichtig sei auch, dass die Datenhoheit stets bei den Landwirten bleibe, sie bestimmen wer ihre Daten verwenden darf (ohne Erlaubnis, keine Einsicht).

Ist die Platform schon praxistauglich?

Marc Grüter, Bio-Landwirt, bewirtschaftet mit seiner Familie, drei Mitarbeitern und zwei Lehrlingen den Sonnhaldenhof in St. Urban BE. Er hat auf der Agritechnica nach einem Feldkalender gesucht und ist mit 365Farmnet fündig geworden. Ihn hat Barto überzeugt, weil es auf derselben Lösung aufbaut. Für ihn ist wichtig, dass er eine zentrale Übersicht hat im Büro, aber auch alles per App möglich ist, weil Mitarbeiter und Lehrlinge alle Smartphones verwenden. Er erhofft sich in Zukunft noch mehr Automatisierung.

Gemäss Barto Geschäftsführer Jürg Guggisberg steht «Barto» noch vor einer langen Entwicklung. Nächste Schritte sind bereits geplant. Wie schnell das Baby laufen lernt, wird sich bald zeigen.

Die zentralen Funktionen von «Barto»

Heute 4.11.2019

  • Suisse Bilanz
  • TVD
  • Wiesen- und Auslaufjournal
  • Parzellenverzeichnis
  • Stammdaten - Kataloge von Düngermittel, Saatgut, etc.
  • Feldkalender - Aktivitäten planen und dokumentieren

In Zukunft

  • «Bausteine» (Apps) kommen weitere ab Februar
  • Eine Mobile App kommt im Februar
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