Technik und Anwendung, damit Wirkstoffe wirken: «Dessen ist man sich in der Praxis oft nicht bewusst»

Die verfügbaren Pflanzenschutzmittel gilt es sorgfältig einzusetzen. Martin Häberli-Wyss erklärt, wann sich Spritzfenster öffnen, warum auch Injektordüsen kein Freipass sind und weshalb beim Einfüllen des Spritztanks ein Umdenken angebracht wäre.

Beim Pflanzenschutz ist maximale Wirkung bei minimalen negativen Nebeneffekten gefragt. Zumal die Wirkstoffe weniger, die Kritik bei Rückständen immer lauter und die Resistenzgefahr bedrohlicher werden. Die richtige Spritztechnik und die richtige Anwendung davon sind dabei wesentlich. «Dessen ist man sich in der Praxis oft nicht bewusst», beobachtet Martin Häberli-Wyss. Als Lehrbeauftragter an der HAFL in Zollikofen BE und in Grangeneuve FR beschäftigt er sich mit Verfahrenstechnik. Als Landwirt aus Rosshäusern BE kennt er die Realitäten zwischen Feld und Stall. Er spricht vom «16.30-Uhr-Effekt»: Die Tiere sollten versorgt werden und man möchte noch kurz eine Behandlung durchführen. «Aber Spritzarbeit ist kein Rennen», betont Häberli-Wyss.

Zwischen 3.30 Uhr und 10.30 Uhr behandeln

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