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Die Schweiz kann mit Bären umgehen, mehr Prävention wäre aber gut

Mit dem «Konzept Bär Schweiz» sei man für die Zukunft gut gewappnet und es habe sich bewährt. Potenzial gibt es aber in der Schadensprävention.


Publiziert: 27.01.2021 / 12:57

Vor allem im Sommer tauchen in der Schweiz seit 2005 regelmässig junge Bärenmännchen auf Wanderschaft auf. Es sei unwahrscheinlich, dass sich dereinst Bärinnen hierzulande ansiedeln und sich eine eigene Schweizer Population bildet, heisst es im Bericht «Umgang mit dem Bären in der Schweiz». Dieser wurde zur Erfüllung eines Postulats aus dem Jahr 2012 verfasst und kommt zum Schluss, dass das «Konzept Bär Schweiz» den europäischen Richtlinien entspricht und sich bewährt hat.

Eine Fülle von Futterquellen

Bären sind Allesfresser. Unsere Wälder bieten den grossen Tieren ausreichend Pflanzen, Beeren, Früchte, Kleintiere oder Aas. Auf ihren weiten Wanderungen stossen Bären aber auch auf organische Abfälle in der Nähe von Verkehrswegen oder Siedlungen, Nutztierherden, Kaninchen- oder Hühnerställe, Bienenstöcke sowie Nahrungsvorratslagern auf Alpen – alles verlockende neue Nahrungsquellen, die es zu schützen gilt.

Herausforderung Schadensprävention in Siedlungsnähe

Bienenstöcke lasen sich mit einem Elektrozaun schützen, Herdenschutzmassnahmen gegen Wölfe sollen auch Bären von Nutztieren fern halten (Ein Merkblatt zur Sicherung von Bienenstöcken finden Sie hier). Als Herausforderung bezeichnet der Bericht die Verhinderung der Zugänglichkeit zu organischen Abfällen und Nahrungsquellen in Siedlungsnähe. Abfallkübel entlang von Strassen, auf Park- oder Zeltplätzen, Komposthaufen, Kehrichtsammelstellen, offene Miststöcke, Obstgärten und Kleintierställe müssten gesichert werden.

So könne man verhindern, dass natürlicherweise scheue Bären vermehrt in Menschennähe auftauchen und sich auf derartiges Futter spezialisieren. Zentral sei insbesondere das Umrüsten auf bärensichere Abfallkübel.

Ein Abschuss ist möglich

Wird ein Bär zum Problem und zeigen Vergrämunsmassnahmen keine Wirkung, muss er geschossen werden. Das war in den letzten 15 Jahren bei zwei der insgesamt 20 Bären, die die Schweiz besucht haben, notwendig. Im Nachhinein beurteilt man die Abschüsse als richtige Entscheidung. 

200 Schafe in 15 Jahren

In den vergangenen 15 Jahren haben Bären in der Schweiz gemäss Bericht insgesamt 200 Schafe gerissen, vereinzelt auch Ziegen, Esel und in einem Fall ein Kalb. Zur Schadensbilanz hinzu kommen etwa 20 Bienenstöcke und gelegentliche Einbrüche in Alphütten oder Ställe, wo Nahrungsvorräte oder Tierfutter geplündert wurde. Zudem durchwühlten die grossen Allesfresser immer wieder Abfallkübel oder Komposthaufen. 

Schäden nehmen mit den Jahren ab

Es seien total 120'000 Franken Schadensvergütung für Nutztierrisse von Bund und Kantonen gesprochen worden, plus 30'000 Franken für beschädigte Bienenstöcke. Tendenziell seien die Schäden im Verlauf der Jahre rückläufig gewesen. 

Zum Vergleich: Die 22 Wölfe auf dem Walliser Kantonsgebiet haben 2020 302 Nutztiere gerissen. Die Schadenssumme inklusive Tierarztkosten belief sich auf rund 114'000 Franken, bilanziert der Kanton. 

 

Ausflugtipp: Die Bären sind los
19.01.2019
Im Appenzeller Volkskunde-Museum in Stein AR dreht sich in einer Sonderausstellung alles um den Bär. In der Bärenwerkstatt kann man sogar sein eigenes Bärli kreieren.
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Der Bär ist das Wappentier der beiden Halbkantone am Säntis. In der Ausstellung werden Bären in verschiedenster Form und Art gezeigt. Zum Beispiel als Teddybär. Fast jedes Kind hat einen zu Hause. Die berühmtesten Teddybären stellt die Firma Steiff, die mit dem Knopf im Ohr, her. Auch Ulrike Schneiders, Fotografin aus Deutschland hat ihre Freude an Teddybären. Seit 1991 fotografiert sie mit ...
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