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Bio-Schweinefleisch: Konsumenten halten nicht ganz mit

Produzenten, vor- und nachgelagerte Kreise haben an der Liebegg über die Zukunft nachgedacht.


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«Das Angebot an Bio-Schweinen wächst etwas rascher als der Absatz», informierte Michèle Hürner von Bio Suisse an der Fachtagung zum Thema Bio-Schweine am Landwirtschaftlichen Zentrum Liebegg in Gränichen AG. Geleitet wurde die Tagung mit gut 70 Interessierten von Barbara Früh vom FiBL.

Im vergangenen Jahr wurden schweizweit pro Woche im Schnitt 820 Bio-Schweine geschlachtet, im Vorjahr waren es noch 780 pro Woche gewesen.

Städter mögen Bio-Fleisch

Die gute Nachricht von Hürner an Produzenten und Detailhandel: «Der Absatz kann verbessert werden, am besten mit Promotionen unter Beteiligung der Produzenten, haben die Erfahrungen gezeigt.» Am erfolgreichsten seien solche Promotionen in städtischen Gebieten wie Zürich, Basel oder Genf. Hier werde am meisten Bio-Schweinefleisch gekauft, während ländliche Regionen wenig Interesse dafür zeigten.

Am liebsten verarbeitet

Ernst Graber, Leiter Micarna Viehbeschaffung, ermutigte die Produzenten: «Ihr könnt stolz sein, denn als Bio-Schweineproduzenten macht ihr einen guten Job.»

«Immerhin ist Bio das einzige Label beim Schweinefleisch, das zulegt.»

Ernst Graber, Leiter Micarna Viehbeschaffung.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass bei der Migros das Bio-Schweinefleisch hauptsächlich in den Städten Zürich und Genf nachgefragt werde. Zudem verlege sich das Schwergewicht in Richtung verarbeitete Bio-Produkte. So habe die Migros im vergangenen Jahr mit Bio-Schinken bei einem Wettbewerb zweimal Gold geholt. Um den Angebotsüberhang im laufenden Jahr abzubauen habe die Migros auf den Import von Bio-Salami und Bio-Rohschinken aus Italien verzichtet. Schweizer Bio-Salami und Bio-Rohschinken seien im Verkauf gut angelaufen. Weiter habe man überschüssiges Fleisch von Bio-Schweinehals zu Bio-Speckwürfeln verarbeitet – ein Produkt, das sich sehr gut verkaufe. Eine attraktive Hybridverpackung und die richtige Position im Gestell oder noch besser im Präsentationskorb fördern gemäss Ernst Graber den Absatz.

Er bescheinigte dem Bio-Schwein Zukunft. Zwar sei der Absatz noch auf tiefem Niveau, aber Bio sei das einzige Label beim Schweinefleisch, das Jahr für Jahr etwas zulege.

Verträge erwünscht

Die anwesenden Produzenten nahmen die recht optimistische Einschätzung der Verarbeiter zur Kenntnis. In der Diskussion forderten aber verschiedene Votanten von den Verarbeitern der Bio-Schweine, künftig verbindliche Produktionsverträge abzuschliessen. Festgelegt werden sollten Jahresmengen oder die Mengen über eine bestimmte Periode und ein entsprechender Mindestpreis, der sich nach den Produktionskosten richten müsse. «Keine Schweine mehr in Umgehung der Verträge», wurde die Forderung laut – sonst drohe die Aufgabe der Produktion.

Ernst Graber zeigte sich skeptisch gegenüber allzu enger Verträge: Micarna weise bei Bio-Schweinen lediglich einen Marktanteil von 40 Prozent auf. Er nehme die Anregungen aber entgegen.

Gesprächsbereit zeigte sich auch der anwesende Vertreter von Coop, dem wichtigsten Abnehmer von Bio-Schweinen.

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