Vergangene Woche weilte die stellvertretende Generaldirektorin der Uno-Landwirtschaftsorganisation FAO in Bern. Anlässlich eines Mediengesprächs beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) rühmte die Amerikanerin Beth Bechdol die gute Zusammenarbeit mit den Schweizer Behörden.
Übereinstimmende Ziele
«Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung der Schweiz», sagte Bechdol. Das Land sei sehr proaktiv, etwa bei der Unterstützung von Notfallmassnahmen. Auch BLW-Direktor Christian Hofer zeigte sich sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit. Er erklärte, die Schweizer Agrarpolitik stehe im Einklang mit den Zielen der FAO. Das sei wichtig, weil die Schweiz rund die Hälfte ihrer Lebensmittel importiert. Hofer erwähnte als Beispiele die Biodiversität, die Pestizidreduktion und die Nachhaltigkeit im Handel mit Lebensmitteln, die auch in der Bundesverfassung festgeschrieben ist.
Hilfreiche Bodenkartierung
Bechdol erinnerte daran, dass 75 % der Mangelernährten weltweit Bäuerinnen und Bauern sind. Dieser Sachverhalt könne nur durch den Umbau der Ernährungssysteme weltweit bekämpft werden, diese müssten resilienter werden. Die Unterstützung der Landwirtschaft – auch im Hinblick auf die sich weiter verstärkende Klimakrise – sei deutlich effizienter als die Hungerhilfe, so Beth Bechdol. Dabei lobte sie ausdrücklich die hilfreichen Agroscope-Methoden für Bodenkartierung in Afrika.

