Steckbrief

Name: Jonah Marbach
Alter: 17 Jahre
Wohnort: Buttenberg, Schötz LU
Lehrjahr: 2. Lehrjahr
Ausbildungsbetrieb: Paul und Anita Stöckli, Vorderstatt, Nebikon LU

Die Kühe auf der Weide kennen ihn schon gut, kommen an diesem sonnigen Tag trotz saftigem Gras muhend auf ihn zu, lassen sich gerne streicheln. Jonah Marbach liebt Kühe und ihre ruhige Art. Auf dem vielseitigen Lehrbetrieb von Anita und Paul Stöckli mit drei Töchtern absolviert der 17‑Jährige sein zweites Lehrjahr.

Verantwortung früh erlernt

28 ha LN umfasst der Betrieb Vorderhofstatt in Nebikon LU, die Gebäude mitten im Dorf gelegen, das Land aber gleich angrenzend, eben und arrondiert. 

Die Fläche wird vor allem futterbaulich für die 28 Milchkühe genutzt, daneben wird auch etwas Ackerbau betrieben. Weiteres Standbein sind die 70 Zuchtsauen unter dem Label IP‑Suisse. Und zum Betrieb gehören auch vier ha Wald.

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Jonah Marbach hat seit Kindsbeinen einen engen Bezug zur Landwirtschaft: Schon früh habe er seinem Vater auf dem Familienbetrieb Buttenberg in Schötz LU geholfen. So habe er nicht nur viel praktisches Wissen gesammelt, sondern auch gelernt, Verantwortung zu übernehmen, schreibt der selbstbewusste angehende Jungbauer in seiner Bewerbung für den «Lernenden des Jahres 2026». 

Seine offene und kommunikative Art helfe ihm bei der Arbeit im Lehrbetrieb. Am Beruf Landwirt reizen ihn die Vielseitigkeit und tägliche Abwechslung, aber auch die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung.

Sport fördert Durchhaltevermögen

Disziplin spielt im Leben des zielstrebigen Jonah Marbach eine grosse Rolle: So geht er nach der Arbeit drei- bis viermal wöchentlich ins Gym. «Sport gibt mir einen Ausgleich, stärkt meine körperliche Leistungsfähigkeit und fördert das Durchhaltevermögen – Eigenschaften, die auch im Berufsalltag unverzichtbar sind», sagt Marbach.

Als Hobby nennt Jonah auch das Mitmachen als Aktivmitglied im Turnverein Schötz: «Die Turnfeste gehören jedes Jahr zu meinen persönlichen Highlights.» Sein persönliches Ziel sei es, im Einzelgeräteturnen an der Schweizer Meisterschaft teilnehmen zu können.

Fünf Fragen an Jonah Marbach

Diese Superkraft hätte ich gerne
Am liebsten würde ich das Wetter beeinflussen können. Dann wäre in der Landwirtschaft sehr vieles einfacher…

Meine Lieblingstiere
Kühe. Ich arbeite sehr gerne mit ihnen und finde sie ruhige und beeindruckende Tiere.

Mein Lieblingsessen
Entrecôte mit Pommes frites und Gemüse. Und wenn es mal kein Entrecôte gibt, geniesse ich auch sehr gerne ein Raclette.

Meine liebste Arbeit
Die Futterernte, am liebsten heuen und silieren

Das mache ich weniger gerne
Ferkel kastrieren, das gehört zwar dazu, ist aber nicht meine Lieblingstätigkeit…

Futterernte als Lieblingsarbeit

Herz, Verstand und Muskelkraft seien drei Eigenschaften, die ihn täglich begleiten: Herz, weil Landwirtschaft Verantwortung gegenüber Tier, Natur und Familie bedeutet. Verstand, weil jede Entscheidung auf dem Betrieb durchdacht werden muss. Und Muskelkraft, weil der Beruf Landwirt täglichen Einsatz und Durchhaltewillen verlangt.

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Seine Lieblingsarbeit sei die Futterernte, vor allem Heuen und Silieren. So könne er sein Fachwissen im Pflanzenbau anwenden und trage dabei Verantwortung für die Futterqualität. «Die Futterqualität hat direkten Einfluss auf die Tiergesundheit und den betrieblichen Erfolg.»

Mit Leidenschaft Landwirt

Zur Schule geht Jonah Marbach im BBZN Hohenrain, wo Pflanzenbau zu seinen Lieblingsfächern zählt. Er profitiere davon, dass er eine schnelle Auffassungsgabe habe. So erreiche er gute schulische Leistungen und könne Theorie und Praxis optimal verbinden. Beruflich hat er sich zum Ziel gesetzt, die Lehre mit Ehrenmeldung abzuschliessen und später die Betriebsleiterschule und Meisterprüfung zu machen.

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Für die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft und deren Stellenwert ist er zuversichtlich. «Das Bedürfnis nach gesunden und regionalen Lebensmitteln wird wichtig bleiben.» Die Technik und Automatisierung werde sicher zunehmen, Betriebe würden künftig grösser und müssten deshalb effizient bewirtschaftet werden.

Leidenschaft für die Landwirtschaft

Als Lernender des Jahres habe er sich beworben, weil er ein spontaner Mensch sei und gerne Neues ausprobiere. «Ich möchte damit auch aufzeigen, mit wie viel Leidenschaft sich Junge für die Landwirtschaft einsetzen.» 

Für die Bewerbung schrieb er eine Zusammenfassung über sich und seinen Bezug zur Landwirtschaft und drehte ein spontanes kurzes Video. Drei Stunden habe er für die Bewerbung aufgewendet. Er freue sich über möglichst viele Stimmen, weil er den Beruf Landwirt mit viel Herzblut ausübe, motiviert sei und die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft aktiv mitgestalten möchte.

«Lernende des Jahres 2026»
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2021 hat die BauernZeitung erstmals einen Lehrling des Jahres gekürt. Die Auszeichnung stellt motivierten Berufsnachwuchs ins Zentrum. Zehn von ihnen stellen wir Ihnen im Rahmen der Suche nach dem «Lernenden des Jahres 2026» vor. Wer den Titel schlussendlich tragen wird, bestimmen Sie in einer Leser-Abstimmung ab dem 29. Mai.

Weitere Informationen und alle Porträts finden Sie im Dossier.

[IMG 5]Unsere Sponsoren

Bei «Lernende des Jahres 2026» dürfen wir auf die Unterstützung von verschiedenen Partnern zählen. Die Förderung von Lernenden ist für sie eine Herzensangelegenheit. Unser Eventsponsor ist IP Suisse. Die Hauptsponsoren sind agrisano, Ceres Media und Kärcher. Patronatspartner ist agriprof, und Urech Lyss ist als Sachsponsor dabei.

Mehr zu unseren Partnern