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«Zuerst die Altlasten auf dem Hof erkennen und beseitigen»

Rüedu Schüpbach spricht im Interview über seine Arbeit als Berater.


Das Aufbruchteam berät. Wie ist der Begriff Beratung in Ihrer Tätigkeit zu verstehen?

Rüedu Schüpbach: Beraten steht hier für zuhören, nach­fragen, reflektieren, verstehen, unterstützen, motivieren, be­gleiten, Mensch sein und den Menschen immer in den Mittelpunkt stellen.Ja, seit unserer letzten Team­veränderung fehlt uns die Frau. Nach unserer mehrjährigen Arbeit trauen wir Männer uns aber auch zu, auf Frauen zuzugehen und sie zu verstehen.

Wo drückt derzeit Ihrer ­Ansicht nach der Schuh der Bauernfamilien am meisten?

Die Themen sind sehr breit. Überlastung, Generationenprobleme, Ideensuche, Sicht von aussen, fehlende Struktur, Visionslosigkeit, fehlende Zukunftsperspektiven, ständig ändernde Rahmenbedingungen oder auch Einkommensrückgang.

Hat sich das in den Jahren Ihrer Tätigkeit verändert, wenn ja, wie und was sind die Gründe dafür?

Das Aufbruchteam ist vor 15 Jahren mit der Idee gestartet, dass die Bauern Anregungen oder Ideen von aussen brauchen, um den Hof zu verändern. Dafür müssen aber zuerst die Altlasten auf dem Hof erkannt und behoben werden, bevor es Platz hat für neue Ideen. So arbeiten wir heute wohl mehr im Bereich des Aufdeckens der hemmenden Faktoren. Denn meist haben die Betriebsleiter schon längst eine Idee zu möglichen Veränderungen auf ihrem Hof.

Der englische Naturforscher Charles Darwin soll gesagt haben: «Es ist nicht die stärkste Spezies die überlebt, auch nicht die intelligenteste, es ist diejenige, die sich am ehesten dem Wandel anpassen kann.» Tönt nachvoll­ziehbar, aber wie macht die Bauernfamilie das am besten?

Wir sind überzeugt, wer auf Herz und Bauch hören kann und nicht nur auf den Markt und auf die Rahmenbedingungen, der entwickelt Leidenschaft und Begeisterung und findet so seine Ideen und die künftige Form des Hofs. Darauf basieren Einzigartigkeit und Erfolg.

Wenn Sie den Bauern für 2020 drei gute Ratschläge geben könnten: Wie würden diese lauten und warum wählen Sie genau diese drei?

Es sind vielleicht eher drei Fragen denn drei Ratschläge.

  1. Was mache ich auf oder mit dem Hof?
  2. Bereitet mir die Führung des Hofs Freude?
  3. Was würde ich gerne anders machen?

Diese Fragen sind wichtig, denn nur wer bereit ist, ständig zu prüfen, ob seine Tätigkeit für ihn oder sie stimmt, ist auch bereit Veränderungen anzugehen. Oder anders gesagt, sich den Rahmenbedingungen und dem Markt anpassen und dabei Herz- und Bauchgefühle nicht zu vergessen.

Rüedu Schüpbach ist Bio-Landwirt und Lehrmeister in Schwarzenburg. Mit diverses Aus- und Weiterbildungen hat er sich für die Beratung im Aufbruchteam qualifiziert.

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