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Weniger Schweine in Europas Ställen

Die Schweinehalter in der Europäischen Union haben ihre Bestände in den zwölf Monaten bis zum Frühsommer 2019 überwiegend abgestockt.


von AgE
Publiziert: 01.10.2019 / 10:22

Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Amtes der Europäischen Union (Eurostat) hervorgeht, wurden in den 14 Mitgliedstaaten mit einer Sommerzählung - die rund 93 % des EU-Gesamtbestandes repräsentieren - insgesamt 137,35 Millionen Schweine gehalten; das waren rund 2,4 Millionen Tiere oder 1,7 % weniger als bei der vergleichbaren Vorjahreserhebung im Mai beziehungsweise Juni 2018. Noch deutlicher schränkten die Erzeuger dabei die Sauenhaltung ein. Die Zahl der Muttertiere nahm binnen Jahresfrist um 300 000 Stück oder 2,7 % auf 10.58 Millionen Sauen ab.

Grösster Rückgang in osteuropäischen Ländern 

Besonders deutliche Bestandsrückgänge bei Schweinen insgesamt und bei den Sauen wurden aus osteuropäischen Ländern mit Afrikanischer Schweinepest (ASP) gemeldet. So verringerte sich die Schweineherde in Polen innerhalb eines Jahres um mehr als 1 Million Tiere oder 8,9 % auf 10,78 Millionen Stück; für den Sauenbestand wurde ein Minus von 13,3 % auf 755 000 gemeldet. In Rumänien wurden mit 3,73 Millionen Schweinen rund 10 % weniger Tiere gezählt als vor einem Jahr, während sich in Ungarn und Belgien die Bestandverluste in Grenzen hielten.

In Deutschland war der Schweinebestand auch ohne ASP-Einfluss rückläufig, und zwar um 3,5 % auf 25,96 Millionen Tiere. Ganz anders sah das in Spanien mit einem Populationszuwachs von 1,1 % auf 30,46 Millionen Stück aus. Bei den Iberern nahm im Unterschied zu allen anderen Mitgliedstaaten auch die Zahl der Sauen zu, nämlich um 1,6 % auf 2,54 Millionen Stück. Ansonsten verzeichneten in der EU nur Frankreich mit 1,5 % und Schweden mit 5,8 % höhere Schweinebestände als im Frühsommer 2018.

2,3 Millionen Tiere weniger als in Vorjahresperiode

Der Abbau der Schweinebestände hat nach Angaben der EU-Kommission im ersten Halbjahr 2019 das Schlachtschweineangebot gegenüber der Vorjahresperiode um fast 2,3 Millionen Tiere oder 1,8 % auf rund 127 Millionen Stück sinken lassen. Allein in Deutschland kamen 1,2 Millionen Tiere oder 4,2 % weniger an den Haken als im Vorjahreszeitraum. In Spanien ging es mit dem Schlachtaufkommen dagegen um 2,0 % auf 26,8 Millionen Tiere nach oben. Spaniens Abstand zu Deutschland verkürzte sich auf 430 000 Tiere, was im zweiten Halbjahr 2019 aufgeholt werden könnte, um die Führungsposition in der EU zu übernehmen. 

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