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Walliser Nein-Komitee: «Das Wallis würde durch die extremen Initiativen bestraft»

Das Walliser Komitee «2x Nein zu den extremen Agrar-Initiativen» findet sowohl die Trinkwasser- wie auch die Pestizidverbots-Initiative viel zu extrem. An einer Pressekonferenz hat das Komitee die Konsequenzen für die regionale Landwirtschaft und die verwandten Sektoren aufgezeigt.


Am Mittwoch fand die Pressekonferenz des Walliser Nein-Komitees zu den Pflanzenschutz-Initiativen statt. Geleitet wurde diese von André Summermatter, Ingenieur Agronom ETH und Agro-Berater.

Einsatz von Pflanzenschutzmitteln bereits stark reduziert

Maria Arnold, die einen Milchwirtschaftsbetrieb und eine Alp in Simplon-Dorf bewirtschaftet, erklärte, dass die Landwirte und Landwirtinnen schon heute unter strenger Einhaltung der geltenden Normen arbeiten und der Einsatz von Pflanzenschutz rückläufig sei. Bei einer Annahme der Trinkwasser-Initiative sei zu erwarten, dass Berglandwirtschaftsbetriebe durch die Futterrestriktionen nicht mehr existieren können, schreibt das Komitee in einer Medienmitteilung.

Käsereien können Qualität nicht mehr garantieren

Auch die Verarbeitungsbetriebe, insbesondere die Käsereien im Oberwallis, wären von den Beschlüssen betroffen. «Für die Milch- und Käseproduzenten sind synthetische Biozide zur Reinigung ihrer Anlagen unerlässlich. Ohne sie wird die einwandfreie Qualität von Schweizer Milch und Schweizer Käse in Frage gestellt», heisst es in der Mitteilung. Dadurch würde die Haltbarkeit verkürzt und es käme zu mehr Food Waste.

Steigende Preise und sinkende Selbstversorgung

Der Verzicht auf alle Pflanzenschutzmittel und die Vorgabe, nur das eigen produzierte Futter zu verwenden, würden bei den Produzenten einerseits zu Mehrkosten führen, anderseits würde die einheimische Produktion und somit das Angebot von Schweizer Produkten zurückgehen. Dadurch würden die Laden- sowie Restaurantpreise steigen und Schweizer Produkte nur noch für Wohlhabende erschwinglich machen, erklärt Ständerat Beat Rieder.

Nationalrat Franz Ruppen erläutert weiter, dass der Selbstversorgungsgrad durch die Initiativen von 60 % auf 40 % sinken würde. Gerade in Zeiten wie der Corona-Pandemie könnte dadurch die Versorgungssouveränität der Schweiz gefährdet sein. «Die Initiativen berücksichtigen die Realität des heutigen Lebensmittelmarktes in der Schweiz nicht», heisst es in der Mitteilung. Die Initiativen würden nicht nur zu einem Anstieg der Importe führen, was aus Klimasicht problematisch sei, sondern durch die höheren Preise auch den Einkaufstourismus fördern.

Anliegen sind berechtigt, Initiativen aber zu extrem

Thomas Egger, Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete und Präsident der Sortenorganisation Walliser Raclette, findet die Anliegen zwar berechtigt, die Initiativen gingen aber viel zu weit, heisst es weiter. Der SAB unterstütze die vom Parlament durchgesetzten Änderungen im Gewässerschutz-, Landwirtschafts- und Chemikaliengesetz, lehne aber beide Pflanzenschutz-Initiativen ab. 

 

 

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2 × Nein von links bis rechts gegen die Pflanzenschutzinitiativen
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