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Verlust von Biodiversität: 4 Dinge die wir tun können

Rund eine Million Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht - das ist das alarmierende Fazit eines Uno-Berichts, der am Montag in Paris vorgestellt wurde.


von sda
Publiziert: 07.05.2019 / 08:32

Landwirte und Verbraucher tragen nach Ansicht der internationalen Experten des Biodiversitätsrates IPBES eine grosse Verantwortung:

1. Weniger Pestizide

Düngemittel und Pestizide, die seit rund 70 Jahren in der Landwirtschaft massenhaft eingesetzt werden, gelten als eine Ursache für das Artensterben - etwa bei Insekten wie Bienen und Schmetterlingen.

2. Weniger Monokulturen

Mais, Getreide, Soja: Viele Nutzpflanzen werden heutzutage auf grossen Flächen angebaut. In solchen Monokulturen haben allerdings blühende Pflanzen keine Chance, die Bestäubern Nektar und Pollen liefern. Das französische Institut für Agrarstudien (INRA) regt deshalb zum Beispiel das Anpflanzen von Blumenstreifen zwischen Äckern an, um Bienen und andere Insekten anzuziehen. Auch in der Schweiz sollen Biodiversitätsförderflächen wie naturnahe Wiesen und Weiden den Rückgang der Artenvielfalt im Kulturland stoppen. Allerdings kamen Berner Forschende in einer Studie Anfang 2019 zum Schluss, dass es mehr Förderflächen und eine höhere Qualität dieser Flächen bräuchte als bisher.

3. Rentaurierung von Flächen

Neben der intensiven Landwirtschaft wird auch der "Flächenfrass" zugunsten von Siedlungen und Strassen für die abnehmende Artenvielfalt verantwortlich gemacht. Die Zersiedlung in Europa schreitet besorgniserregend voran, wie eine Studie der Forschungsanstalt WSL von 2016 zeigte. Neben der Zersplitterung der Landschaft ist die Versiegelung von Böden ein Problem. Sie können dann auch ihre wichtigen Funktionen für Nährstoff- und Wasserkreislauf nicht mehr erfüllen.

4. Verzicht auf Fleisch

Greenpeace und andere Umweltschutzorganisationen fordern als Konsequenz aus dem Artenschutz-Bericht "eine stärker pflanzliche Ernährung" und "einen geringeren Konsum von Fleisch und Milchprodukten". Hier sind die Verbraucher gefragt, ihr Verhalten anzupassen. Die IPBES-Experten schwächten ihren Bericht in diesem Punkt allerdings ab: Sie forderten nicht mehr explizit einen Verzicht auf Fleisch, offenbar auf Druck der Produzentenländer.

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