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"Unsicherheit bezüglich Gefährlichkeit": Fungizid ab Herbst verboten

Chlorothalonil ist in der EU verboten, wird in der Schweiz aber noch verwendet. Nach überschrittenen Grenzwerten in Trinkwasserproben soll das Fungizid jetzt verboten werden.


Publiziert: 20.06.2019 / 12:36

Das interkantonale Labor in Schaffhausen hat in 10 Prozent von 300 untersuchten Trink- und Grundwasserproben in der Ostschweiz überschrittene Grenzwerte für Chlorothalonil gefunden, wie die SRF-Sendung «10 vor 10» gestern berichtete. Es werde in der Schweiz vor allem im Getreidebau eingesetzt und zwar etwa 30 Tonnen jährlich.

In der EU verboten

Den Empfehlungen der der europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA folgend hat die EU das fragliche Fungizid bereits im April verboten. Auch in der Schweiz ist man offenbar besorgt: «Wir haben im Moment Unsicherheiten bezüglich der Gefährlichkeit dieses Stoffes», zitiert SRF den Schaffhauser Kantonschemiker Kurt Seiler.

Bund soll rasch handeln

Da es Unsicherheiten in Bezug auf die Gefährlichkeit (mögliche Veränderung des Erbguts) gebe, fordere Seiler den Bund zu raschem Handeln auf. Genveränderungen können zu Krebs führen, womit das Fungizid Chlorothalonil potenziell krebserregend ist.

Die EU hat die Zulassung für dieses Mittel Ende April 2019 widerrufen. Trotzdem kann es noch bis April 2020 verwendet werden, wie Bundesrat Guy Parmelin vom Bundesamt für Landwirtschaft gegenüber SRF erklärt. Ende Dezember letzten Jahres habe man die Information zur möglichen Gefährlichkeit des Stoffes erhalten und Untersuchungen gestartet. Nun sei der Entscheid zum Verbot gefallen und es trete bereits diesen Herbst in Kraft – bevor Chlorothalonil in der EU endgültig verboten sein wird.

Allgemein strengere Regeln gefordert

Der Schaffhauser Kantonschemiker Kurt Seiler erklärt im Beitrag, Kantonschemiker und Umweltämter forderten schon seit über zehn Jahren strengere Regeln für langlebige Substanzen und solche, die langlebige Abbauprodukte hinterlassen. «Diese sind für Jahre und Jahrzehnte im Grund- und im Trinkwasser. Sollte man zum Schluss kommen, dass diese Stoffe gefährlicher als angenommen sind, kann man nicht von heute auf morgen agieren», stellt er klar. Das seien langwierige Prozesse, die wiederum Jahre bis Jahrzehnte dauern würden.  

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