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Studie: Trockenheit reduziert Produktivität von Wiesen und erhöht deren CO2-Emissionen

Im Schweizer Mittelland reduzieren Hitze und Dürre den Grasertrag um 20 Prozent, gleichzeitig setzen Wiesen und Wälder mehr CO2 frei. Das zeigt eine neue Studie der ETH Zürich.


Heisse und trockene Sommer nehmen mit dem Klimawandel zu. Wie sich das auf die Ökosysteme in verschiedenen Höhenlagen der Schweiz auswirkt, haben Forschende der ETH Zürich untersucht. Gemessen wurde unter anderem der CO2-Fluss im Dürrejahr 2018 an fünf Standorten in Höhenstufen zwischen 400 bis 2000 Metern über Meer, wie in einer Mitteilung beschreiben wird. 

Wälder und Wiesen werden weniger produktiv

In einem Mischwald bei Zürich und auf einer Wiese im Kanton Zug ging die Produktivität laut den Forschenden um 20 Prozent im Vergleich zu den beiden Vorjahren zurück. 

Höhergelegene Ökosysteme wie etwa ein Nadelwald bei Davos oder eine Alpweide am Albulapass konnten hingegen von einer verlängerten Vegetationszeit profitieren und ihre Produktivität entsprechend steigern. 

Direkte Konsequenzen für die Milch- und Fleischproduktion

Zwar würden sich Wiesen schneller von der Trockenheit und hohen Temperaturen erholen als Wälder, die Forschenden der ETH Zürich warnen aber trotzdem vor «direkten Konsequenzen für die Milch- und Fleischproduktion» in der Schweiz. Schliesslich sei die Graslandwirtschaft der zentrale Pfeiler der Schweizer Landwirtschaft und eine Reduktion der Wiesen-Produktivität im Mittelland entsprechend ein ernstes Problem. 

Pflanzen atmen mehr CO2 aus

An fast allen Standorten sei zudem die Menge CO2, die von Pflanzen und Bodenorganismen ausgeatmet wird, gestiegen. Insgesamt sei trotz teilweise höherer Produktivität am Ende mehr CO2 freigesetzt als gebunden worden. Die betroffenen Wiesen und Wälder funktionierten also nicht länger als CO2-Senken. 

Für eine abschliessende Beurteilung sei es noch zu früh. Man brauche mehr Langzeitdaten, betonen die Forschenden. 

Wenig Schnee verschärft die Situation

Im Frühling 2018 gab es in den Bergen viel Schnee, der nach der Schmelze die höhergelegenen Regionen mit genügend Wasser versorgte. In tieferen Lagen kann man diesen Wasserspeicher nicht anzapfen und bekommt daher eine Frühjahrs-Trockenheit eher zu spüren.

Die Klimaszenarien für die Schweiz prognostizieren allerdings in Zukunft für das Winterhalbjahr weniger Schnee und mehr Regen. Der Puffer aus Schmelzwasser dürfte daher künftig wegfallen. 

Wälder leiden länger als Wiesen

Dass nach 2018 mit 2019 ein weiteres sehr trockenes Jahr folgte, setzte gemäss der ETH Zürich vor allem dem Wald zu. Die Forschenden sprechen von einem «Memory-Effekt», durch den die Spuren einer Trocken-Periode sich möglicherweise erst lange nach dem eigentlichen Extremereignis zeigen. 

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