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Schweizerischer Freibergerverband: Albrecht Dreier geht

Die Freibergerzucht kommt nicht zur Ruhe. Zuchtkommissionspräsident Albrecht Dreier hat beim Schweizerischen Freibergerverband (SFV) demissioniert. Per sofort. Was ist passiert?


Wie die BauernZeitung bei einer Recherche in Erfahrung gebracht hat, musste der Siegerhengst von Glovelier JU den über 40 Tage dauernden Stationstest in Avenches VD bereits wieder verlassen. Grund: zu viel Weiss. Angeblich sollen die weissen Abzeichen an den Extremitäten von Cartoon du Padoc im Besitz von Chantal und Guy Juillard-Pape, Damvant JU, nicht reglementskonform sein. So dürften diese nicht über der Gelenkspalte enden. Untersucht wird das jeweils bereits an der Hengstselektion in Glovelier, Anfang Jahr. Cartoon wurde von den dafür zuständigen Personen, darunter Zuchtkommissionspräsident Albrecht Dreier, durchgewinkt. Dieser sprach sich auf Anfrage der BauernZeitung kurz nach Glovelier klar für den Hengst aus. Das Weiss sei in der Tat ein Kritikpunkt gewesen. Der Zuchtwert des Hengsts, in Sachen weisse Abzeichen, entlaste ihn aber eindeutig, wodurch man sich für eine Selektion des einmalig schönen Tiers ausgesprochen habe. «Wir können es uns in der Freibergerzucht nicht leisten, solche Hengste zu verlieren», äusserte sich Dreier in jenem Moment gegenüber dieser Zeitung.

Jurassische Opposition

Nun ist der Hengst weg. Und mit ihm Albrecht Dreier. Zu gross sei die Opposition aus den Kreisen der Züchter, gegen den Entscheid der Zuchtkommission und ihren Präsidenten, gewesen. Das Epizentrum des erneuten Bebens liege im jurassischen Gebiet, heisst es aus der Züchterschaft. Allenfalls sogar auf Berner Boden, wohl in Bellelay BE. Aber zitiert werden, will niemand aus der Züchterbasis.

Stete Angriffe gegen Dreier

Albrecht Dreier ist auch nach mehrmaligen Versuchen telefonisch nicht zu erreichen. Wie es heisst, sei sein Entscheid, den Verband zu verlassen, bereits in Glovelier festgestanden. Zu viele Ungereimtheiten und stete Angriffe gegen seine Person hätten ihn zermürbt, sagen Branchenkenner. Die jüngste Diskussion um die beiden Berner Richter Pierre Koller und Bernhard Wüthrich, welche den Richterkurs nicht absolviert haben und trotzdem gewählt wurden, hätten Dreier stark zugesetzt. Ihm wurde unterstellt, dies beabsichtigt an die Öffentlichkeit gebracht zu haben.

An Unterstellungen hat es in der Vergangenheit sicher nicht gemangelt. So wurde Dreier, der auch als SFV-Vizepräsident amtet, unter anderem vorgeworfen, er haben Cartoon nur durchgehen lassen, weil er im Besitz der zweiten Vizepräsidentin des Verbands, Chantal Pape-Juillard steht.

Der Letzte ging ähnlich

Die Querelen erinnern an den Abgang des letzten Zuchtkommissionspräsidenten Andreas Bösiger. Auch er hatte genug von den steten Angriffen gegen seine Person und ging.

Unter den Züchtern ist man sich einig, dass das Präsidium der Zuchtkommission die einflussreichste Position im Verband ist. Nun ist sie vakant. Wie geht es jetzt weiter?

Berner Versammlung steht bevor

Anfang März steht die Versammlung des Bernischen Pferdezuchtverbands in Belp (Bern) bevor. Auf Anfrage der BauernZeitung bestätigt Urs Weissmüller, der Berner Präsident, Dreiers Abgang. Er habe es von ihm per Mail erfahren. Weissmüller bedauert den Entscheid sehr. Auch er ist Mitglied der Zuchtkommission beim SFV. «Die Berner haben in Folge drei solche Abgänge zu verzeichnen», sagt er. Neben Dreier und Bösiger habe auch Jürg Zumbrunnen den Hut genommen. Eine unbefriedigende Bilanz. Auf die Frage, wie es nun weitergehe, erklärt Weissmüller, dass erst einmal Gespräche anstünden. Die Zeit werde knapp, wolle man bis Anfang März Ersatz für Albrecht Dreier in den SFV-Vorstand finden. Zudem sind die Einladungen zur Berner DV bereits verschickt. «Ich werde die nötigen Abklärungen treffen. Die Genossenschaften und Vereine werden von uns informiert, wie es weitergeht», sagt Weissmüller. Mehr könne er im Moment nicht sagen. Doch, eines noch: «Das mit Albrecht Dreier beschäftigt mich sehr.»

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