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Saisongemüse: Auberginen gibt es nicht nur in lila

Ab Juni beginnt auch in der Schweiz wieder die Auberginen-Saison. Da das lila Nachtschattengewächs warme Temperaturen bevorzugt, kommt die Schweizer Ernte meistens aus dem Kanton Tessin oder der Genferseeregion.


Ursprünglich stammt die Aubergine aus Indien und China, wo sie seit über 4’000 Jahren kultiviert und gegessen wird. Arabische Händler haben die Eierfrucht im 13. Jahrhundert zu uns nach Europa gebracht. Der genaue Weg, der sie hierherführte, ist leider nicht belegt. Doch wird vermutet, dass Italien bezüglich des Anbaus in Europa eine Pionierrolle zukommt. Dort wird die «melanzana», wie die Aubergine auf Italienisch heisst, bereits seit 1550 angebaut.

Ein wärmeliebendes Gemüse

Es hat seinen Grund, weshalb man gerade in Südeuropa mit dem Anbau des Nachtschattengewächses begonnen hat: Auberginen mögen es warm. Darum werden sie auch heute noch in Europa hauptsächlich in Italien und Spanien angebaut. Schweizer Auberginen stammen deshalb meistens aus dem Kanton Tessin und aus der Umgebung des Genfersees. Heute wird die Aubergine ausserhalb Europas vorwiegend in China, der Türkei, Ägypten und Indonesien kultiviert.

Nicht nur violett und eierförmig

Bei uns findet man die Aubergine meist in verschiedenen intensiven Lila-Tönen in den Gemüseauslagen. Doch wer denkt, es gäbe sie nur in diesen Farbtönen, irrt. Diese Sorte ist in Mitteleuropa am weitesten verbreitet, aber insbesondere in Asien gibt es Auberginen auch in vielen anderen schönen Farben: Gelb, Rosa, Grün, Weiss sowie weiss-lila marmoriert. Auch die Form muss nicht immer gleich sein: Die Thai-Aubergine ist beispielsweise klein und kugelförmig, die chinesische Aubergine dünn und schlangenförmig.

Schwammige Kartoffelverwandtschaft

Wie die Kartoffel gehört die Aubergine zu den Nachtschattengewächsen. Die Verwandtschaft der beiden Pflanzenarten zeigt sich auch in ihren lateinischen Namen: Solanum tuberosum ist die Kartoffel und Solanum melongena die Aubergine. So kann man gelegentlich auch beobachten, dass Kartoffelkäfer nach der Krautvernichtung oder Ernte von Kartoffeläckern bis in den heimischen Garten wandern, und Auberginen besiedeln.

Botanisch gesehen ist die Aubergine – wie auch die Gurke – eine Beere. Eine vielsamige, schwammige Beere, um genau zu sein. (Bild Pixabay)

Püriert, Gefüllt und eingelegt

Auberginen sind in Küchen auf der ganzen Welt beliebt, was vor allem an ihrer Wandelbarkeit liegt. So ist sie aus der asiatischen, der italienischen oder der arabischen Küche kaum mehr wegzudenken. Im Orient werden Auberginen gerne als Püree oder Paste gereicht, in Indien werden sie mit anderen Gemüsesorten gefüllt und Japaner legen sie in Sojasauce ein.

Roh sind Auberginen giftig

Wichtig ist dabei zu wissen, dass Auberginen nie roh gegessen werden sollten, denn in ungekochten Zustand enthalten sie giftige Solanin. Dieser Stoff kann Übelkeit und Magenbeschwerden verursachen. Durch Kochen, Dämpfen, Grillieren, Braten oder Frittieren wird dieser Stoff jedoch zerstört und die Aubergine kann bedenkenlos genossen werden.

Bitterstoffe wegsalzen

Der Eigengeschmack der Aubergine ist ein wenig bitter, doch lassen sich die Bitterstoffe gut entfernen. Dafür wird die Aubergine in Scheiben oder Streifen geschnitten, beidseitig gesalzen und darf so eine halbe Stunde ruhen. Dadurch verliert die Aubergine ihre Bitterkeit und überschüssiges Wasser tritt aus. Zum Schluss austretende Wassertropfen und Salz mit einem Stück Haushaltspapier entfernen. Dann ist die Aubergine bereit für die weitere Zubereitung.

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