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Rosige Zukunft für die gelbe Ackerfrucht

Gelbe Felder im ganzen Land: der Raps ist am Blühen. Immer mehr Landwirte setzen auf den Anbau der Ölsaaten. Die Kultur profitiert auch von Limiten im Anbau von Zuckerrüben, Sonnenblumen und Co.


von lid
Publiziert: 29.04.2019 / 18:32

Wenn ein Landwirt Raps anbauen will, braucht er zuerst einen Anbauvertrag. Dieser regelt die Abnahme der Ernte durch einen Verarbeiter. Gemäss dem Schweizerischen Getreideproduzentenverband sollen so die Produktionsmengen in der Schweiz auf die Nachfrage der verarbeitenden Betriebe abgestimmt werden. Jährlich werden die möglichen Abnahmemengen (Rahmenmenge) durch swissolio für die kommende Aussaat neu definiert welche im Folgejahr durch die Ölwerke übernommen werden können. Im Anschluss haben die Produzenten die Möglichkeit, an der Ausschreibung für den Anbau teil zu nehmen.

Planung ist schwierig

2018 waren die Ölwerke bereit, rund 91'000 Tonnen zu verarbeiten, 2019 sind es bereits rund 93'000 Tonnen. Eine Erhöhung der Zuteilungsmenge muss aber nicht heissen, dass die Fläche auch entsprechend zunimmt. Joseph von Rotz, Leiter Geschäftsbereich Lebensmittel-Rohprodukte bei Fenaco, erklärt, dass der Produzent schlussendlich entscheidet, welche Fläche er aussät damit er die im Vertrag festgelegte Menge erreichen kann. "Das kann aber je nach Witterung variieren und ist extrem schwierig vorauszusagen", gibt von Rotz zu bedenken.

Durch Lagerung die Absatzpotentiale nutzen

Letztes Jahr entstand ein Defizit von knapp 13'000 Tonnen gegenüber der Rahmenmenge, weil die Erntemengen ca. 15% tiefer ausfielen als man es erwartet hätte. Vor wenigen Jahren beschäftigte man sich allerdings mit Überschuss, so der Experte. Es wäre sinnvoll, Mengen welche über der Rahmenmenge liegen zu lagern, um das vorhandene Absatzpotential bei schwächeren Ernten besser nutzen zu können. "Jedoch", gibt Joseph von Rotz zu bedenken, "ist Lagerung auch immer mit Kosten verbunden. Die Mengen zur Überlagerung sollten sich in sinnvollem Mengenrahmen bewegen."

Rosige Zukunft

Dass die Nachfrage nach der Ölsaat in den letzten Jahren gestiegen ist, ist unter anderem Zweifel Chips zu verdanken, die 8'000-9'000 Tonnen Holl-Raps als Frittieröl abnehmen. Es sieht rosig aus für die Ölsaat, denn Schweizer Rapsöl ist beliebt, HOLL-Raps gleichwohl wie klassische Sorten. Die Industrie möchte Palmfett wo immer möglich mit einem Rapsprodukt ersetzen. Anbau- resp. Absatzlimiten bei anderen Kulturen (Zuckerrüben, Sonnenblumen, Brotgetreide) helfen einer Ausdehnung beim Rapsanbau. "Natürlich nur was im Rahmen der Fruchtfolge und der betrieblichen Gegebenheiten möglich ist", stellt Joseph von Rotz klar. "Wir hoffen, dass es dieses Jahr eine gute Rapsernte gibt. Denn wir brauchen den Raps!" Mitte Mai können sich die Produzenten erneut einschreiben für die Anbaufläche 2019 respektive die Ernte 2020.

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Jetzt in den Rapsanbau einsteigen
15.05.2018
Beim Raps können sich heuer auch neue Produzenten anmelden. Für die Ölsaaten-Ernte 2019 werden die Ölmühlen maximal 91‘000 t Speiseraps (davon 29‘000 t HOLL) und 18‘000 t Sonnenblumen (davon 12‘000 t HO) übernehmen. Die Produzenten können sich online bis am 17. Juni 2018 anmelden.
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Die Branchenorganisation Swiss Granum geht in der aktuellen Ernteschätzung von einer deutlich höheren Rapsernte als letztes Jahr von rund 88'900 t aus. Das entspricht ungefähr der Zuteilungsmenge 2018 von 90'000 t. Die Lager wurden nun auch beim HOLL-Raps vollständig abgebaut. Das sei sehr erfreulich, teilt der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) am Dienstag mit. Raps: Neue ...
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