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Dieser Schädling fliegt alle Jahre wieder ein

Der Erdfloh hat es auf kleine und schwache Pflanzen abgesehen. Der Frassschaden sieht dramatisch aus, muss aber nicht immer behandelt werden.

Nicht nur uns gefallen die warmen sonnigen Herbsttage, sondern auch den Erdflöhen. Sie wandern nun in die Rapsfelder ein. Das kann sich bis Ende Oktober hinziehen. Die Käfer machen an den jungen Rapspflanzen einen 10- bis 14-tägigen Reifungsfrass mit den charakteristischen Löchern. Je nach Stärke bzw. Anzahl frühzeitig zugeflogener Käfer erfordert der Blattfrass zügige Massnahmen. Vor allem dann, wenn der Bestand aus kleinen und schwachen Pflanzen besteht, weil der Erdfloh diese bevorzugt.

Ab Richtung Wurzelhals

Üblicherweise entstehen Schäden aber erst durch die Larven. Die Käfer legen ihre Eier nach dem Reifungsfrass in den Boden nahe der Pflanzen ab. Die daraus schlüpfenden Larven bohren sich in die Blattstiele ein und fressen sich Richtung Wurzelhals.

Der Hauptschaden wird durch diese Frassgänge verursacht. Sie bilden Eintrittspforten für die Krankheit Phoma oder Wasser, welches im Winter durch Gefrieren zu starken Auswinterungsschäden führen kann.

Raps kompensiert Lochfrass

Der momentan am Keimblatt verursachte Frassschaden sieht dramatisch aus, wird oft aber überbewertet und ist in wenigen Fällen bekämpfungswürdig. Wenig Lochfrass kann der Raps nämlich kompensieren und erst wenn der Raps keinen Wuchs mehr zeigt bzw. Keimlinge von Totalausfall bedroht sind, muss bekämpft werden. Die Schadschwelle liegt im Keimblattstadium bei 50 % der Pflanzen mit mehreren Frassstellen, wobei dies nur für schwach entwickelte Bestände gilt.

Der beste Behandlungszeitpunkt ist, wenn bei hohem Befallsdruck eine Behandlung zur Eiablage zirka Mitte/Ende September oder wenn möglich eine spätere Larvenbehandlung zirka Anfang/Mitte Oktober im 4–6-Blattstadium erfolgt. Die Schadschwelle liegt hier bei 80 % der Pflanzen mit mehreren Frassstellen und mehr als 100 Fänge pro Gelbschale in drei Wochen.

Resistenzen breiten sich aus

Vorteil von einer späten Behandlung ist, dass das kühlere Wetter im Oktober die Wirksamkeit bzw. Wirkungsdauer der Pyrethroide deutlich verbessert. Resistenzen auf die eingesetzten Pyrethroide sind beim Rapserdfloh auf dem Vormarsch. Deshalb ist ein umsichtiger Umgang beim Einsatz der Pyrethroide zwingend notwendig.