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Pflanzenschutz-Kampagnen: Droht eine Verzettelung der Kräfte?

Im Kampf gegen die Pflanzenschutz-Initiativen fährte eine neue IG mit Gemüse- und Obstverband einen separaten Zug. Beim SBV ist man mässig begeistert. Die Initianten der IG beteuern, dass sie nicht konkurrieren, sondern ergänzend arbeiten wollen.    


Grosse Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Die Abstimmung dürfte zwar erst im 2020 stattfinden, aber die zwei Pflanzenschutz-Initiativen halten die Branche schon jetzt auf Trab. Der Schweizer Bauernverband (SBV) hat bereits eine grössere Allianz mit rund 60 Mitgliedern vereint, um den beiden Volksbegehren den Garaus zu machen.

Diese Allianz wird demnächst die Vorkampagne lancieren (wir berichteten). Unter den Mitgliedern sind zahlreiche Mitgliedsektionen des SBV, sowohl Kantonal- und Fachorganisationen, aber auch Unternehmen.

Gründung der IG Zukunft Pflanzenschutz

Doch dieser Zusammenschluss ist nicht der einzige in der Branche, welcher die Initiativen bekämpfen will. Am Mittwoch ist die Gründung einer Interessengemeinschaft (IG) Zukunft Pflanzenschutz kommuniziert worden. Dieser gehören der Verband Schweizer Gemüseproduzenten (VSGP), der Schweizer Obstverband (SOV), Jardin Suisse, die Swiss Convenience Food Association sowie Swisspatat an, wie es in einer Medienmitteilung heisst. Dazu kommt als beratende Stimme das Schweizerische Konsumentenforum.

Die Mitglieder wollten damit ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich Pflanzenschutzmittel (PSM) "noch intensiver bündeln". Christian Schönbächler (nicht zu verwechseln mit dem obersten Jungbauer), Geschäftsführer der IG, erklärt auf Anfrage, dass es nicht darum gehe die Kampagne des SBV zu konkurrenzieren, vielmehr sei das Ziel "zukunftsfähige und umsetzbare Lösungen in Bezug auf Pflanzenschutz zu entwickeln".

Damit wolle man das Risiko von PSM für Mensch und Umwelt reduzieren, den Pflanzenschutz proaktiv weiterentwickeln, neue Anliegen aufnehmen und daraus Lehren für den künftigen PSM-Einsatz ziehen, heisst es dazu ergänzend in der Medienmitteilung. Zudem wolle man auch bereitstehen für die zunehmenden Anfrage von Medien und Konsumenten aufgrund der Initiativen. Die IG sei offen für  weitere Mitglieder.

"Eine reine Nein-Kampagne reicht nicht"

Auch der neue Direktor des SOV, Jimmy Mariéthoz betont, dass man die SBV-Kampagne nicht konkurrenzieren, sondern komplementär tätig sein wolle. Der SOV sei Teil der Allianz, welche die beiden Initiativen bekämpft. "Eine reine Nein-Kampagen reicht aber nicht", so Mariéthoz, "wir planen ein dreistufiges Vorgehen".

Neben dem Engagement in der gesamtlandwirtschaftlichen Kampagne des SBV will der SOV mit der neuen IG auf Stufe Spezialkulturen dafür sorgen, dass das Thema PSM wieder stärker von den Produzenten besetzt ist. Hier werde man den grössten Teil der Mittel einsetzen. Diese Bemühungen würden auch über die Abstimmungskampagne hinaus weitergeführt. Drittens will der Obstverband laut Mariéthoz spezifisch für den Obstbereich informieren, um so gezielte Ergänzungen zu machen, wie er sagt.

Weder Schönbächler noch Mariéthoz können Angaben zum Budget der neuen IG und ihrem Abstimmungskampf machen, dieses stehe noch gar nicht fest, sagen sie übereinstimmend.

"Wir schützen, was wir lieben"

Beim SBV löst die neue Organisation mässige Begeisterung aus. "Wir erwarten, dass die angekündigte Koordination der Massnahmen erfolgt", sagt Sprecherin Sandra Helfenstein, "eine Verzettelung der Kräfte wäre schade". Bezüglich der Vorkampagne sei man von Seiten des SBV gut unterwegs, es gebe noch einige Details zu bereinigen. Das Ziel sei Aufklärungsarbeit und das Motto stehe bereits fest: «Wir schützen, was wir lieben». Vermutungen, wonach der Sonderzug der IG Zukunft Pflanzenschutz ein Nachbeben des letztjährigen VSGP-Austritts aus dem SBV ist, sind offenbar falsch. "Hier gibt es keinerlei Zusammenhang, eine separate Kampagne war schon vor dem Austritt geplant", sagt Jimmy Mariéthoz, der bis vor kurzem VSGP-Direktor war.

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