Das Erdmandelgras ist ein invasiver Neophyt, der sich über Knöllchen (die Erdmandeln) schnell und leicht verbreiten kann. Das Erdmandelgras hat sich zu einem Unkraut mit hohem wirtschaftlichem Schadpotential entwickelt.

Auf 21 Parzellen gegen das Erdmandelgras gekämpft

In einem Projekt des Bundesamts für Landwirtschaft und Agridea (in Zusammenarbeit mit diversen weiteren Organisationen) wurde mit verschiedenen Methoden auf 21 Parzellen in den Kantonen Bern, Freiburg, St. Gallen, Solothurn, Tessin, Waadt und Zürich während vier Jahren gegen das Erdmandelgras vorgegangen. 

Nun wurde der Abschlussbericht veröffentlicht.

Am wichtigsten sind Früherkennung und Prävention

Am Ende der Versuchsperiode sei keine der 21 Parzellen frei von Erdmandelgras gewesen, heisst es im Abschlussbericht. Eine erfolgreiche Bekämpfung sei daher in jedem Fall langwierig und würde sich über mehrere Jahre erstrecken. 

«Felder mit einem grösserem Befall, wie sie in diesen Versuchen betrachtet wurden, können wahrscheinlich nicht mehr zu 100 Prozent saniert werden.», schreiben die Autoren. Folglich müsse das Ziel ein Befall auf sehr tiefem Niveau sein, was mit «beachtlichem Mehraufwand» verbunden sei. Entsprechend wichtig ist es, die Verschleppung des Erdmandelgrases zu vermeiden und einen neuen Herd schnell zu erkennen. 

Teurer Kampf gegen das invasive Gras

Als Motivation für eine sorgfältige Früherkennung und Anstrengungen gegen die Verschleppung der Erdmandeln können die drohenden Kosten bei einem Befall dienen. Diese sind laut Abschlussbericht «sehr hoch» und umfassen beispielsweise direkte Aufwände für die Bekämpfung (z. B. Bodenbearbeitung), Mindererträge, Säubern der Maschinen oder Auswirkungen auf die Arbeit Dritter auf den Parzellen. 

Wichtig sei daher auch die Sensibilisierung für die Probleme rund ums Erdmandelgras. 

5 Ratschläge zur Bekämpfung

Als grundlegende Massnahmen fasst der Abschlussbericht folgende Punkte zusammen:

1. Erdmandelgras sicher bestimmen.

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2. Die zuständigen Stellen über den Befall informieren, um die regionale und überregionale Situation im Blick halten zu können.

3. Die nötigen Massnahmen treffen, um eine weitere Verbreitung des Erdmandelgrases zu verhindern. (Beratung dazu wird empfohlen)

4. Alle Beteiligten (Personal, Unternehmer, Arbeitspartner usw.) über den Befall und die nötigen Massnahmen informieren.

5. Erdmandegras mit fachlicher Begleitung bekämpfen:

  • Durch mechanische Bodenbearbeitung die Knöllchen an die Oberfläche holen, um sie und die jungen Erdmandelgräser an der Sonne austrocknen zu lassen
  • Die Frühjahrssaat später durchführen, um vorher den Boden mechanisch bearbeiten zu können (siehe erster Punkt)
  • Der Kultur ein schnelles Auflaufen ermöglichen, damit sie gegen das Erdmandelgras ankommt
  • In der Fruchtfolge auf eine möglichst gute Bodenbedeckung achten, damit das Erdmandelgras möglichst wenig Licht bekommt
  • In den Folgejahren weiterhin kontaminierte Parzellen oder Teile davon entsprechend behandeln
  • Wo möglich mechanische und chemische Mittel kombinieren, um die Menge an Erdmandeln möglichst zu verringern

Diese Massnahmen-Empfehlungen seien sehr generell gehalten, da es kein Wundermittel gegen das Erdmandelgras gebe. Jede Nachlässigkeit bei der Bekämpfung werde durch das enorme Verbreitungs- und Vermehrungspotenzial dieser Pflanze bestraft und ziehe weitere Konsequenzen und Kosten nach sich. 

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