EWZ stellt Planung der Solaranlage in Splügen-Tambo ein

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) stellt die Planung der hochalpinen Solaranlage in Splügen-Tambo ein. Der Grund dafür seien laut EWZ Vorbehalte massgebender Akteure und Investoren im Tourismus. EWZ setze jedoch weiterhin auf Sonnenenergie – sowohl auf bestehender Infrastruktur als auch im Bereich von Freiflächenanlagen.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (EWZ) plante im Rahmen des «Solarexpress» eine hochalpine Solaranlage in der Bündner Gemeinde Rheinwald. Auf der Tanatzhöhi im Wintersportgebiet Splügen-Tambo sollte die Anlage jährlich bis zu 12 GWh Sonnenstrom für rund 4'800 Haushalte produzieren. Aufgrund von Vorbehalten aus dem Tourismus und der damit gesunkenen Realisierungschance habe EWZ entschieden, das Projekt einzustellen.

EWZ hat bereits zwei hochalpine Solar-Grossanlagen in Betrieb. An der Albigna-Staumauer im Bergell und an der Staumauer am Lago di Lei produzieren sie Sonnenstrom. Trotz des Entscheids gegen den Bau von Tambo-Solar und der Ende Januar erfolgten Abstimmung gegen das Projekt Nandro-Solar in der Gemeinde Surses sei EWZ weiterhin von den Vorzügen und der Notwendigkeit hochalpiner Solaranlagen überzeugt. So wird ewz gemeinsam mit der Gemeinde Rheinwald weitere Potenziale für Solaranlagen auf Gemeindegebiet prüfen.